Der Nationalpark Šumava

Der Nationalpark Bayerischer Wald und der Šumava bilden das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas, wobei der Šumava dreimal so groß ist wie der bayerische Nationalpark. Das „grüne Dach Europas“ hat eine lange gemeinsame Geschichte, immer wieder unterbrochen von den Irrungen und Wirrungen der Geschichte. Mittlerweile ist der gegenseitige Respekt, das gegenseitige Verständnis für den Naturschutz nicht nur gewachsen, sondern man zieht zum Wohle des Waldes und zur Bewahrung der Natur auch an einem gemeinsamen Strick. Und das ist gut so, denn beide Parks gehören zu den letzten Naturjuwelen, die es noch gibt.

Der Artenreichtum der Fauna ist in manchen Regionen des Bayerischen Waldes (auch der Bischofsreuter Waldhufen!) bemerkenswert, der Šumava ist besonders reich an Mooren und Filzen, samt Moorseen, schwimmenden Inseln und idealen Brutbedingungen für das Birkhuhn. Da der Šumava – anders als der Bayerische Nationalpark – bis weit ins 20. Jahrhundert relativ dicht besiedelt war, findet man heute noch „in der Wildnis“ Spuren von alten Gebäuden und Fundamenten, ganz besonders natürlich im Grenzgebiet. Übrigens macht dies den besonderen Reiz der Landschaft jenseits der Grenze aus – diese ganz eigene Mischung aus Waldnatur und alter Kulturlandschaft. Naturschätze hüben wie drüben. Ich fühle mich sehr privilegiert, wenigstens einen Teil meines Lebens in diesem grandiosen Teil Mitteleuropas leben zu dürfen, der so unendlich viel zu bieten hat.

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