Ein KuLaMu Ausflug

deutsch-tschechisches Versöhnungsdenkmal

Am 14., 15. und 16. August wurde vom KuLaMu-Verein und tschechischen Partnerorganisationen jeweils zu einem Ausflug eingeladen. Am Freitag ging es mit zwei Bussen zuerst einmal nach Polka (Elendsbachl) in der Tschechischen Republik. Dort wurden die noch etwas fremdelnden deutschen und tschechischen Teilnehmer begrüßt. Dann hieß es erstmal Schuhe ausziehen und durch eine Furt mit kühlem, erfrischenden Wasser waten und weiter in Richtung Adlerova Hut (Adlerhütte), dem höchsten Berg in der Gegend. Eine herrliche Aussicht erwartete uns. Unsere tschechischen Führer zeigten zur Erklärung historische Aufnahmen der ehemaligen Besiedlung. Und gleich ein kleiner Aufschrei: „das ist ja das Haus meiner Großeltern und der Mann da, das ist mein Großvater.“
Später dann, nach der Einladung zu einer deliziösen, gehaltvollen Suppe mit Butterbrot und frisch gepressten Birnensaft geht es weiter zur Friedensallee. Hier haben Schüler aus Vimperk (Winterberg) und Waldkirchen gemeinsam eine Allee zuerst mit Eichen und Linden und später Apfel- und Kirschbäumen bepflanzt. Und dann das nächste Foto mit neuerlichen Ausruf eines weiteren Teilnehmers: „der Mann da, mit den Holzschuhen und dem Rauschebart das ist der Onkel von der Seite meiner Schwiegermutter…“
Viele kleine Geschichten und unterhaltsame Anekdoten bringen uns Deutsche und Tschechen immer näher. Am Schluss verabschieden wir uns schon fast wehmütig mit dem Bewusstsein neue Freunde gefunden zu haben.
Weitere Infos mit vielen geradezu grandiosen Fotos unter: www.krajinypamatne.eu
Franz Kies

Toll war’s!

Haidmühler Helferkreis und einige der betreuten Flüchtlinge

So beschrieben einige Teilnehmer unser erstes multikulturelles Fest in Haidmühle, organisiert und bekocht vor allen Dingen von Familie Allaham. An die 70 Teilnehmer durchmischt mit Jung und Alt, syrischen und deutschen Mitbürgern, Tänzern und Nicht-Tänzern. Nach einem engagierten Grußwort unseres Gemeinderats Heinz Scheibenzuber kam es auch gleich zur ersten Überraschung. Eines der jüngeren syrischen Familien-Mitglieder, d.h. erst seit ca. drei Monaten in Deutschland, verlas eine selbst verfasste Dankesrede an Deutschland im Allgemeinen und die Haidmühler Bürger im Besonderen. Und das Ganze auf Deutsch! Das war schon ein berührender Augenblick!
Im Programm folgten dann noch weitere Höhepunkte: ein Lied der beiden Geschwister Allahham in arabischer Sprache (auch hier ging es irgendwie um Deutschland mit dem ständig im Refrain wiederholten „Almaniya“…) und dem Vortrag eines weiteren Gedichts durch deren Vater, ebenfalls in Arabisch mit anschließend etwas holpriger, nichtsdestoweniger einigermaßen sinngemäßen deutscher Übersetzung. Der syrische Kinderchor gab nach einigem guten Zureden mit viel Theatralik ebenfalls sein Bestes.
Arabischer Tanz, zuerst vorgetanzt und dann eingeladen schwang bald der (fast) ganze Saal mit viel Spaß die Beine und klatschte mit. Bei dermaßen viel orientalischem Tanz und Musik kam auch gleich der Vorschlag beim nächsten Treffen eine Bayrische Volkstanzgruppe einzuladen, und wenn es ein Klavier gäbe….
Aber dafür kam jetzt Toni Kirchmaier der auf seine unnachahmliche Art ein echt bayerisches Duett mit Suzan zum Besten gab.
Und die diversen sportlichen Einlagen an den Kletterstangen…, Kindergetöse …
Und zwischendurch das große Büffet mit süßen Köstlichkeiten aus dem Nahen Osten. Ein gewisses chaotisches Element, das sich dann wieder in Wohlgefallen auflöste, half zusätzlich der Veranstaltung ein echt nahöstliches Flair zu verleihen. Inschallah & Hamdulillah!
Franz Kies

 

Sein, oder nicht sein…

hamlet

Der eine oder andere mag sich gewundert haben: wo ist der Haibischl? Und dann eine Schreckensnachricht: Uwe Kremmin, der Originär, Kreator, Unterhalter und Hauptkontributor des Haibischl will nicht mehr! Wie er mir schreibt hat er die immer wiederkehrenden ‚Anfeindungen‘ von einzelnen Personen satt. Da ist die Rede von Stammtischparolen, von den vielen negativen Aussagen über Haidmühle, der ständigen Kritik an Haidmühle… Viel besser wäre es doch sich auf die positiven Seiten und vor allen Dingen auch auf Veranstaltungshinweise zu konzentrieren, so heißt es.

Ich bin daraufhin nochmal etliche der Artikel im Haibischl durchgegangen. Trotz besten Willens konnte ich keine einzige Nachricht finden die es wert wäre zensiert zu werden. Sicher gab es unter den 50 Artikeln (geschätzt und nicht gezählt) auch ein oder zwei mit einer kritischen Aussage, jedoch niemals als persönlichen Angriff oder in verleumderischer Weise dargestellt.

Wir haben das unendliche Glück seit vielen Jahren in einem demokratischen Staat zu leben. Sicher gibt es auch bei uns jede Menge undemokratische Bereiche. Man denke nur an den überbordenden Lobbyismus in der Politik, die populistischen Äußerungen einiger Politiker zur Flüchtlingssituation, die „geheimen“ am Parlament vorbei geführten Verhandlungen zu TTIP und vieles mehr. Gleichzeitig entwickelt sich vor allen Dingen in den letzten Jahren eine immer stärker werdende Zivilgesellschaft. Diese Zivilgesellschaft tritt ein für Öffentlichkeit, „open source“, Entscheidungs-Transparenz und dem Recht auf Einbeziehung und Mitarbeit; Demokratie eben.

Die Legitimation für diese Forderungen ist unser aller Demokratieverständnis, zusätzlich verstärkt durch den unermüdlichen und unersetzlichen Einsatz abertausender von Freiwilligen. Freiwillige bzw. ehrenamtliche Helfer ohne deren beispiellosen Einsatz unsere staatlichen Organisationen längst kollabiert wären (siehe z. B. die Flüchtlingssituation).
Demokratie lebt von der Mitarbeit, von Diskurs und auch von der konstruktiven Kritik. Andere Meinungen sind für uns alle lebensnotwendig! Diskussion und eine wahre „Streitkultur“ führt zu Fortschritt. Fortschritt heißt auch immer wieder Vergangenes infrage zu stellen und, gegebenenfalls auch zu überwinden. Es heißt auch Kritik, berechtigt oder unberechtigt, zu ertragen oder noch besser etwas daraus zu lernen. Und das gilt für alle!!

Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage: Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern Des wütenden Geschicks erdulden oder, Sich waffnend gegen eine See von Plagen, Durch Widerstand sie enden?
Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage:
Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern
Des wütenden Geschicks erdulden oder,
Sich waffnend gegen eine See von Plagen,
Durch Widerstand sie enden?

Wir sind uns alle einig, Haidmühle braucht Fortschritt! Die Gespräche innerhalb der Arbeitskreise und im Gemeinderat über die Dorfentwicklung sind hier wichtige Schritte auf dem richtigen Weg. Der Haibischl ist eine weitere wichtige Komponente in der offenen Kommunikation und Information der Bürger, ein Forum für alle die mitmachen wollen, ein Forum für alle Bürger (und ein geniales Marketinginstrument für die Haidmühler Region). Es geht um mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Öffentlichkeit, mehr miteinander. Es geht letztendlich auch um das Überleben der Gemeinde. Mehr Attraktivität für Neubürger und Alteingesessene wird immer essentieller. Wir brauchen eine Vorzeige-Gemeinde!

Mit diesen Ausführungen konnte ich Uwe Kremmin schlussendlich davon überzeugen weiterzumachen. Dass es funktioniert hat, sehen Sie daran, dass Sie diesen Artikel im Haibischl jetzt lesen können.
Dass es so bleibt, dafür werden noch mehr Mitautoren (auch kritische) gesucht und mehr Engagement und mehr Mitarbeit auf allen Ebenen der Gemeinde, in offizieller, in freiwilliger und in ehrenamtlicher Funktion.

Entscheiden wir uns für das „sein“!

Franz Kies

Schulfest 2015 und Flüchtlingsfamilien – ein Experiment mit dem „Aufeinander Zugehen“

deutsche und Flüchtlingskinder singen gemeinsam auf dem multikulturellen Fest in Haidmühle

Am 26.6. fand das Planungstreffen fürs Schulfest in meinem Garten statt. Spontan sagten syrische Flüchtlingsfamilien ihre Mitarbeit an einem „arabischen Büffet“ zu. Man einigte sich, dass jede Familie 3-4 Gericht zubereiten werde. Mein Angebot, ihnen für den Einkauf 100 Euro zu geben, wurde auf „nach dem Einkaufen“ beschieden. Kontakte zu Schule und Elternbeiratsmitgliedern, Tisch wird gestellt, man freue sich auf Beteiligung der syrischen Familien.
Am 2.7. fuhr ich bei großer Hitze 4 Papas und Mamas nach Freyung und danach zum türkischen Großhändler nach Passau. Der Wagen war so beladen, dass vor den Füssen die Beutel mit dem Fleisch, und auf dem Schoss die Packungen mit dem Fladenbrot transportiert werden mussten. Die Rechnungen für den Grosseinkauf wollte ich bezahlen – es wurde abgelehnt.
Am 5.7. bei herrlichstem Sonnenschein ab 10 Uhr Abholung – Aufbau, Auszeichnen des Angebotes mit Preis (ab 0,20 Euro für gefüllte Weinblätter, bis 1 Euro für Hühnchenstücke)
Nach Ende der Kirche kamen die ersten „Kunden“, und erfreuten sich an den auch optisch schön präsentierten, kulinarischen Spezialitäten der arabisch-syrischen Küche: Teigtaschen, gefüllt mit Käse oder Fleisch, scharf oder süß, in Fladenbrot gerollte Reis-Fleisch-Gerichte, wunderbare Salate, Kuchen mit oder ohne Kokos und Mandeln. Ich kam mit dem Kassieren gar nicht nach – gefreut hat es mich sehr, dass unsere Bürgermeisterin, Frau Fenzl, von allem probierte, und der Herr Pfarrer sogar ein zweites Mal kam – alle lobten die Köstlichkeiten.
Sehr gefreut hat es uns alle, dass der Elternbeiratsvorsitzende, Herr Haidl, den syrischen Familien Gutscheine für Essen und Trinken gab. Den Kindern gefiel das wunderbare, große Angebot: Hüpfburg, Fußballwand, der Kletterturm auf Getränkekisten von den „Erlebnistagen“ samt Seilsicherung durch Kranwagen, die Feuerwehrspritzpistole, die Tombola, das kostenlose Eis. Zirka 13 Uhr machte ein starker Regenguss dem Verkauf ein Ende – es war fast alles verkauft, wir konnten nass, aber glücklich, alles einpacken.
Die Einnahmen aus dem Essenverkauf beliefen sich auf 188,93 Euro – mein Vorschlag, das Geld zu teilen, eine Hälfte für die 4 Familien, die kochten, eine Hälfte für die Schule, wurde von den Familien abgelehnt,“ alles solle die Schule bekommen,“ was dann auch so geschah.

Inge Krüger

… und dann waren es Menschen…

Flüchtlinge helfen Schule

So im Großen und Ganzen sind wir in der Gemeinde Haidmühle über den Berg! Alle Flüchtlingsfamilien aus Syrien und mittlerweile eine aus Afghanistan haben eine mit allem nötigen ausgestattete Wohnung. Eine ganze Menge, v.a. die Kinder lernen Deutsch, einige mit dem offiziellen Deutschkurs, die meisten zumindest mit den inoffiziellen von freiwilligen Helfern veranstalteten Kursen. Einige Familien haben schon, nach nur 4 – 6 Monaten Wartezeit, den offiziellen Aufenthaltstitel/Ausweis erhalten. Damit hatten sie auch die Möglichkeit ein zwingend notwendiges Bankkonto zu eröffnen um staatliche Leistungen erhalten zu können. Krankenversicherungsausweise sind teilweise ausgestellt oder zumindest beantragt. Arzt- und Krankenhausbesuche konnten absolviert werden. Einkaufs- und Behördenfahrten wurden organisiert, verbunden mit „wie kaufe ich wo was ein?“. Mithilfe von lokalen Kleidersammlungen konnten alle Familien mit Erstausstattungen Bekleidung, zum Teil auch Spielwaren, Fahrrädern, Kinderwagen etc. versorgt werden. Infoveranstaltungen für Flüchtlinge und interessierte Deutsche wurden und werden abgehalten, Fragen werden beantwortet für alle Seiten…
Und allmählich kommt es auch auf deutscher Seite zu einer neuen Erkenntnis: auch Flüchtlinge/Asylanten sind Menschen! Ganz erstaunlich! Da gibt es Junge und Alte, Gesunde und Kranke, Analphabeten und Hochgebildete. Und es gibt Laute und Leise, Friedliche und Streitbare, Schwache und Starke. Eben genauso wie unter den „Ureinwohnern“ Deutschlands.
Deutschen Schulkindern bietet sich die einmalige Möglichkeit in einer geschützten Umgebung mit fremden Kulturen in Kontakt zu treten, sozusagen als Vorbereitung dessen was noch viel mehr kommen wird. Soziales Lernen also, meiner Ansicht nach genauso wichtig oder wichtiger als Faktenlernen.
Nachdem wir so viel voneinander gelernt haben, kann generell gesagt werden:
Es läuft! Und das oft trotz mancher Missverständnisse und der äußerst mangelhaften Unterstützung von Seiten der großen Politik.

Früher dachte ich immer Deutschland, das wäre das Land der Ingenieure, der Denker und Organisatoren. Aber anscheinend ist es nicht mehr möglich ein Großprojekt einigermaßen vernünftig über die Runden zu bringen. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um einen Großflughafen oder um die Problematik/Chance der Zuwanderung geht. Gut, wenn die Sache mit dem Großflughafen nicht funktioniert, dann ist eben eine ganze Menge Geld verbraten aber es ist nicht der Untergang Deutschlands.
Wenn das Projekt Zuwanderung nicht funktioniert, werden wir das ziemlich schnell bemerken. Unter anderem und spätestens dann wird vielen jetzt noch Unbedarften ein Licht aufgehen, wenn nicht mehr genügend junge Leute nachwachsen um eine Lehre zu absolvieren (klagen nicht Handwerksbetriebe schon jetzt darüber?). Ihnen wird auch ein Licht aufgehen, wenn nicht mehr ausreichend Renten- bzw. Steuer-Beitragszahler vorhanden sind um unseren Wohlstand und unsere Renten zu sichern.
Tausende von Freiwilligen und staatliche Institutionen auf den unteren Ebenen haben bis jetzt einen Kollaps unserer Zuwanderungspolitik verhindert! Es kann jedoch nicht angehen, dass auf Dauer freiwillige Helfer, so schön als „Ehrenamtliche“ bezeichnet, staatliche Aufgaben in diesem Umfang übernehmen. Zu allem Überfluss geschieht dieses Engagement auch noch teilweise gegen staatliche Institutionen bzw. die herrschende Politik. Ob hier werbewirksam angekündigte Krisensitzungen oder ein Krisenstab eine entscheidende Wende herbeiführen…? Immerhin ist die große Politik schon nach diesen wenigen Jahren auf diese „total unerwartete“ Flüchtlings-Problematik aufmerksam geworden.
Und dann stelle ich mir Fragen: warum wird so ein Riesenunterschied gemacht zwischen kontingierten Flüchtlingen und Asylbewerbern? Warum gab es ein Flüchtlingskontingent für syrische Kriegsflüchtlinge? Warum gibt es jetzt kein neues Kontingent? Warum gab es nie ein Kontingent für Flüchtlinge aus dem Kongo mit seinen mittlerweile 2 Millionen Kriegstoten oder aus anderen Kriegs- bzw. Katastrophengebieten?
Hat das alles damit zu tun, dass diese Kriege/Katastrophen nie in dem Ausmaß und in dieser Dauer Schlagzeilen gemacht haben wie eben noch bis vor kurzem der syrische Bürgerkrieg?
Oder auch, warum wird nicht von jeder Kanzel gegen Fremdenhass und für die Aufnahme von Asylanten und Flüchtlingen gepredigt? Oder, was würde wohl Jesus sagen, wenn die deutschen Bischöfe ihre Nobelkarossen/CO2-Schleudern in der Garage lassen – sozusagen dem Beispiel Franziskus‘ folgend – und alle zusammen an der Spitze einer Demonstration für Aufnahmebereitschaft und Toleranz oder ganz einfach Nächstenliebe -wie es früher mal hieß- voran gehen würden? Oder wie war das damals mit dem Flüchtlingspaar aus Ägypten? Wer hat ihnen großzügiger Weise Zutritt gewährt für den Stall als Unterkunft?
Immerhin, die Kirchenglockenaktion in der Diözese Köln war ein beeindruckendes Zeichen, wenn auch spät und vorerst eine begrenzte Einzelaktion, nichtsdestoweniger eine gute Ergänzung zur Aktion des Zentrums für politische Schönheit.
Und warum gibt es keine staatliche Kampagne mit Aufklärungsarbeit unter dem Motto: Alle Einwohner Deutschlands haben Migrationshintergrund! Es ist nur eine Frage wie lange man in die Vergangenheit gehen muss um diesen Hintergrund aufzudecken. Kommen wir letztlich nicht alle aus Afrika?

Franz Kies – mit einer ganz persönlichen Ansicht

PS: Das Foto zeigt die Übergabe eines Deutschlehrhefts an syrische Flüchtlinge als Anerkennung für die geleistete Hilfe bei der Isolierung des Schulspeichers.

Das Sonnendorf

vielleicht könnte auch Haidmühle mal diesen Titel tragen!? Momentan ist es noch das energieautarke Schönau wo am 16.5.2015 der Energietag Ostbayern stattfindet. Ich werde mir das anschauen. Wer mitfahren möchte sollte sich bei mir bis spätestens Freitag, den 15.5. 20:00 unter 08556-341 melden (sorry, etwas kurzfristig). PDF_Energietag_Ostbayern

Das fehlt noch: der Haidmühler Tauschring!

Tauschring

Der Haidmühler Arbeitskreis Soziales hat als einen von mehreren Aktionspunkten die so genannte organisierte Nachbarschaftshilfe (auch bekannt als Tauschring/tauschen ohne Geld, …) in Angriff genommen.
Gerade hier bei uns im Bayerwald wird Nachbarschaftshilfe großgeschrieben. Das war gut, ist gut und könnte noch ausgebaut werden!
Die Grundidee des Tauschrings besteht darin, Nachbarschaftshilfe auf den gesamten Bereich der Gemeinde auszudehnen. Abgerechnet wird über so genannte Zeitkonten und es wird Zeit gegen Zeit getauscht. Beispiel: 1 Stunde Sockenstricken gegen eine 1 Stunde Schneeschaufeln oder Gartenarbeit oder Hof kehren oder Nachhilfeunterricht, oder …. Um diesen Tausch abwickeln zu können führt jeder Teilnehmer ein Zeitkonto bzw. wird die Zeit in eine eigenständige Haidmühler Währung umgerechnet.
In den Fürther Regeln heißt das z.B.: „Der Leistungstransfer erfolgt wahlweise auf vier Arten: Verrechnen, Tauschen, Leihen und Schenken. Die Verrechnung der erbrachten Leistung erfolgt in Talenten (TL), wobei wir als Richtwert 10 Talente pro Stunde empfehlen.“
Noch ist alles offen was die Details betrifft! Der Tauschring soll auf alle Fälle so einfach und unbürokratisch wie möglich gestaltet werden.
Machen Sie mit! Nur wenn eine genügend große Anzahl von Bürgern teilnimmt, kann es funktionieren!
Gesucht werden Interessenten für den Aufbau sowie ganz allgemein Interessenten die am Tauschring teilnehmen möchten. Haben Sie Fragen oder wollen Sie sich unverbindlich für weitere Informationen vormerken lassen, dann kontaktieren Sie unseren Koordinator Franz Kies, Tel. 08556-341, Info@Franz-Kies.eu

Echt gut: Freiwillige Feuerwehr-Jugendmannschaft

urkunde

Kürzlich fiel mir bei unserer Haidmühler Arbeitskreis-Sitzung „Energie, Ressourcenschonung, Klimawandel“ eine Urkunde auf: 1. Preis für die Jugendmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Haidmühle. Weitere Nachforschungen ergaben, dass dies nicht der einzige Preis war. In den letzten Jahren gab es bereits mehrfach Auszeichnungen für die Haidmühler Jugendmannschaft. Und das Besondere: Sie besteht aus 7 Mädchen und 3 Jungen! Ich gratuliere im Nachhinein! Weiter so!
PS: Weitere freiwillige Mitglieder ab 12 Jahren werden gesucht!

Bei uns gibt es ihn noch: den Schuster!

Schuster Riedl

… So sollte der Artikel über den Schuster in Theresienreut beginnen.
Ich war in den letzten paar Wochen einige Male bei ihm wegen Schuh- und anderer Reparaturen. Nachdem er mir mitteilte, dass Franz_Riedlder Auftragseingang immer mehr abnähme, wollte ich ihn zumindest über einen Artikel im Haibischl unterstützen und seine Arbeit bekannter machen. Wegen eines Computerproblems musste ich die Veröffentlichung um eine gute Woche verschieben und jetzt diese Nachricht: Franz Riedl ist verstorben! Falls nicht noch jemand seine Werkstatt übernimmt, ist mit ihm auch eine Institution der Kreislaufwirtschaft gestorben. Schade um ihn, schade um die Werkstatt!
FK

Selber reparieren!!!

werkzeug

Vieles, was wir so gebrauchen, ist reparierbar! Fragt sich nur wie?

Hier ist eine Adresse mit einer großen Anzahl von Reparaturanleitungen. Wer noch andere Webseiten kennt, bitte eintragen.

https://de.ifixit.com/Guide

Und dann gibt es da noch die Reparaturcafés, momentan schon über 200 in Deutschland mit stark steigender Tendenz, leider noch nicht in Haidmühle…

http://repaircafe.org/de/

Recycling – Upcycling – Cradle to Cradle

Wärmebildkamera hilft Ihnen beim Energiesparen

infrarot h

Wir haben ab jetzt vier Wochen lang eine Wärmebildkamera in der Gemeinde zur Verfügung. Melden Sie sich jetzt an, falls Sie diese nutzen möchten.

Trotz anders lautender Gerüchte ist es erwiesen, dass im Normalfall Wärmedämmung, richtig gemacht, sowohl ökologisch als auch ökonomisch Sinn hat!

Im Zuge der Dorfentwicklung empfiehlt die Haidmühler Arbeitsgruppe ‚Energie, Klimaschutz und Ressourcen‘ Wärmebildaufnahmen zur Feststellung von Schwachstellen in der Wärmedämmung ihres Hauses. „Wärmebildkamera hilft Ihnen beim Energiesparen“ weiterlesen