Bund Naturschutz unterstützt Haidmühle – und wir ihn!

Kürzlich fand wieder eine medienwirksame Pressefahrt des Bund Naturschutz um seinen Vorsitzenden Prof. Dr. Hubert Weiger statt, zu verschiedenen Orten ums Dreiländereck. Erneut Station machte die Delegation dabei in Haidmühle und Bischofsreut, auf die BN-eigenen Flächen Grenzmoor und Viehweide.

Zur Erinnerung: bei der letzten Pressefahrt zu uns in 2015 wurde der Gedanke zur Ernennung Haidmühles als Modellgemeinde am Grünen Band Europa geboren, auch die Aufnahme in den BUND-Reisekatalog. Beides ist erfolgt, wir haben zwei Trümpfe für die Förderung des Tourismus in der Tasche!

Jetzt also bewirbt der BN das Reiseziel Dreiländereck mit seiner abwechslungsreichen Kulturlandschaft, den letzten Hochmooren und seiner aussergewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt. Der Naturtourismus erlebt einen erstaunlichen Aufschwung, und das ist gerade für uns gut.

Sicher haben Sie auch die Meldungen von der „Arnikawilderei“

Arnika

auf der Bischofsreuter Viehwoid mitgekriegt, es wurde in der PNP und sogar im Bayerischen Rundfunk darüber berichtet. Die Arnika stehen auf den Eigentumsflächen des Bund Naturschutz, sie werden aber „bewacht“ von Bischofsreuter Bürgern, denen eigentlich egal sein könnte!, wer da was zupft!

Ist es aber nicht, und damit ist ein hervorragendes Zeichen gesetzt, wie sehr wir unsere besondere Natur schätzen! Sogar weniger „liebliche“ Tier- und Pflanzenarten werden wieder akzeptiert, weil sie halt sehr selten sind, aber bei uns noch vorkommen: die blaue Kornradeblume auf den Landschaftsäckern ist sehr schön, aber ihre Samen sind giftig und verunreinigten früher das Erntekorn. Mit neuen Erntemaschinen hat man diese Blume fast ausgerottet, wir bauen sie wieder bewusst an! Es ist egal, weil die Ernte eh der Tierwelt überlassen wird, und Vögel fressen es schadlos.

Auch das vom Kulamu ins Leben gerufene Artenhilfsprogramm Kreuzotter, das anfangs doch einiges Unverständnis hervorgerufen hatte, ist mittlerweile bei vielen Menschen akzeptiert. Gerade die hiesigen Wanderer und Schwammerlsucher wissen, wie selten und nur an bestimmten Orten man einer Schlange begegnen kann, und wie harmlos diese Begegnungen sind. Aktives Bekämpfen ist also sinnlos, wieso sollte man die wenigen Tiere nicht leben lassen und ihren Lebensraum schützen?

Apropos Kulamu: wie bekannt ist, will der Verein das verfallende ehemalige Schulgebäude in Bischofsreut übernehmen und vielfältig nutzen, das wäre ein Glücksfall für die Gemeinde! Der Vorsitzende Michael Sellner ist seit Wochen dran, alle Möglichkeiten auszuloten. Viele Aktionen hat er bereits gestartet, ein aufschlussreicher Workshop mit einigen Fachleuten wurde abgehalten.

So hat er auch den Bund Naturschutz zu einer Beteiligung an der Gebäudebelebung eingeladen, offenbar mit Erfolg! Denn Herr Weiger ließ es sich bei der Pressefahrt nicht nehmen, das Schulhaus selbst in Augenschein zu nehmen. Wer weiß, vielleicht kriegt die Gemeinde bald eine attraktive Infostelle zur Thematik um den ehemaligen Eisernen Vorhang, heute das Grüne Band Europa, und bedeutender denn je!

Modellgemeinde sind wir ja bereits!

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