… und dann waren es Menschen…

Flüchtlinge helfen Schule

So im Großen und Ganzen sind wir in der Gemeinde Haidmühle über den Berg! Alle Flüchtlingsfamilien aus Syrien und mittlerweile eine aus Afghanistan haben eine mit allem nötigen ausgestattete Wohnung. Eine ganze Menge, v.a. die Kinder lernen Deutsch, einige mit dem offiziellen Deutschkurs, die meisten zumindest mit den inoffiziellen von freiwilligen Helfern veranstalteten Kursen. Einige Familien haben schon, nach nur 4 – 6 Monaten Wartezeit, den offiziellen Aufenthaltstitel/Ausweis erhalten. Damit hatten sie auch die Möglichkeit ein zwingend notwendiges Bankkonto zu eröffnen um staatliche Leistungen erhalten zu können. Krankenversicherungsausweise sind teilweise ausgestellt oder zumindest beantragt. Arzt- und Krankenhausbesuche konnten absolviert werden. Einkaufs- und Behördenfahrten wurden organisiert, verbunden mit „wie kaufe ich wo was ein?“. Mithilfe von lokalen Kleidersammlungen konnten alle Familien mit Erstausstattungen Bekleidung, zum Teil auch Spielwaren, Fahrrädern, Kinderwagen etc. versorgt werden. Infoveranstaltungen für Flüchtlinge und interessierte Deutsche wurden und werden abgehalten, Fragen werden beantwortet für alle Seiten…
Und allmählich kommt es auch auf deutscher Seite zu einer neuen Erkenntnis: auch Flüchtlinge/Asylanten sind Menschen! Ganz erstaunlich! Da gibt es Junge und Alte, Gesunde und Kranke, Analphabeten und Hochgebildete. Und es gibt Laute und Leise, Friedliche und Streitbare, Schwache und Starke. Eben genauso wie unter den „Ureinwohnern“ Deutschlands.
Deutschen Schulkindern bietet sich die einmalige Möglichkeit in einer geschützten Umgebung mit fremden Kulturen in Kontakt zu treten, sozusagen als Vorbereitung dessen was noch viel mehr kommen wird. Soziales Lernen also, meiner Ansicht nach genauso wichtig oder wichtiger als Faktenlernen.
Nachdem wir so viel voneinander gelernt haben, kann generell gesagt werden:
Es läuft! Und das oft trotz mancher Missverständnisse und der äußerst mangelhaften Unterstützung von Seiten der großen Politik.

Früher dachte ich immer Deutschland, das wäre das Land der Ingenieure, der Denker und Organisatoren. Aber anscheinend ist es nicht mehr möglich ein Großprojekt einigermaßen vernünftig über die Runden zu bringen. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um einen Großflughafen oder um die Problematik/Chance der Zuwanderung geht. Gut, wenn die Sache mit dem Großflughafen nicht funktioniert, dann ist eben eine ganze Menge Geld verbraten aber es ist nicht der Untergang Deutschlands.
Wenn das Projekt Zuwanderung nicht funktioniert, werden wir das ziemlich schnell bemerken. Unter anderem und spätestens dann wird vielen jetzt noch Unbedarften ein Licht aufgehen, wenn nicht mehr genügend junge Leute nachwachsen um eine Lehre zu absolvieren (klagen nicht Handwerksbetriebe schon jetzt darüber?). Ihnen wird auch ein Licht aufgehen, wenn nicht mehr ausreichend Renten- bzw. Steuer-Beitragszahler vorhanden sind um unseren Wohlstand und unsere Renten zu sichern.
Tausende von Freiwilligen und staatliche Institutionen auf den unteren Ebenen haben bis jetzt einen Kollaps unserer Zuwanderungspolitik verhindert! Es kann jedoch nicht angehen, dass auf Dauer freiwillige Helfer, so schön als „Ehrenamtliche“ bezeichnet, staatliche Aufgaben in diesem Umfang übernehmen. Zu allem Überfluss geschieht dieses Engagement auch noch teilweise gegen staatliche Institutionen bzw. die herrschende Politik. Ob hier werbewirksam angekündigte Krisensitzungen oder ein Krisenstab eine entscheidende Wende herbeiführen…? Immerhin ist die große Politik schon nach diesen wenigen Jahren auf diese „total unerwartete“ Flüchtlings-Problematik aufmerksam geworden.
Und dann stelle ich mir Fragen: warum wird so ein Riesenunterschied gemacht zwischen kontingierten Flüchtlingen und Asylbewerbern? Warum gab es ein Flüchtlingskontingent für syrische Kriegsflüchtlinge? Warum gibt es jetzt kein neues Kontingent? Warum gab es nie ein Kontingent für Flüchtlinge aus dem Kongo mit seinen mittlerweile 2 Millionen Kriegstoten oder aus anderen Kriegs- bzw. Katastrophengebieten?
Hat das alles damit zu tun, dass diese Kriege/Katastrophen nie in dem Ausmaß und in dieser Dauer Schlagzeilen gemacht haben wie eben noch bis vor kurzem der syrische Bürgerkrieg?
Oder auch, warum wird nicht von jeder Kanzel gegen Fremdenhass und für die Aufnahme von Asylanten und Flüchtlingen gepredigt? Oder, was würde wohl Jesus sagen, wenn die deutschen Bischöfe ihre Nobelkarossen/CO2-Schleudern in der Garage lassen – sozusagen dem Beispiel Franziskus‘ folgend – und alle zusammen an der Spitze einer Demonstration für Aufnahmebereitschaft und Toleranz oder ganz einfach Nächstenliebe -wie es früher mal hieß- voran gehen würden? Oder wie war das damals mit dem Flüchtlingspaar aus Ägypten? Wer hat ihnen großzügiger Weise Zutritt gewährt für den Stall als Unterkunft?
Immerhin, die Kirchenglockenaktion in der Diözese Köln war ein beeindruckendes Zeichen, wenn auch spät und vorerst eine begrenzte Einzelaktion, nichtsdestoweniger eine gute Ergänzung zur Aktion des Zentrums für politische Schönheit.
Und warum gibt es keine staatliche Kampagne mit Aufklärungsarbeit unter dem Motto: Alle Einwohner Deutschlands haben Migrationshintergrund! Es ist nur eine Frage wie lange man in die Vergangenheit gehen muss um diesen Hintergrund aufzudecken. Kommen wir letztlich nicht alle aus Afrika?

Franz Kies – mit einer ganz persönlichen Ansicht

PS: Das Foto zeigt die Übergabe eines Deutschlehrhefts an syrische Flüchtlinge als Anerkennung für die geleistete Hilfe bei der Isolierung des Schulspeichers.

Gemeindeerneuerung

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Eine „Erneuerung der Gemeinde“ (eigentlich kein besonders guter Terminus) ist für Haidmühle überlebenswichtig. Mir fehlen leider die Worte um deutlich zu machen, WIE WICHTIG die Gemeindeerneuerung für Haidmühle ist. Vielleicht reicht dieses: „EXTREM“.
Gestern fand das Treffen statt, in dem die Arbeitsgruppen ihre Vorschläge präsentierten.  Falls die vorgeschlagenen Maßnahmen durchgeführt werden, wird unsere schöne Gemeinde noch viel hübscher werden, eine bessere Infrastruktur haben, den Tourismus beleben, viel Energie sparen und vor allem: leben!

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Wirklich gut essen

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Was bedeutet es, wirklich gut zu essen? Für die einen heißt das Knödel mit Schweinsbraten – und das kann wunderbar schmecken, wenn man das Gericht vom Gastwirt so zubereitet bekommt wie zu Hause: frische, selbst gemachte Reiberknödel und einen lange im Ofen geschmorten butterweichen Braten mit knuspriger Kruste. (Hmmmm!)  „Wirklich gut essen“ weiterlesen

Sonnwendfeuer zweifach?- heuer nur in Bischofsreut möglich..

Bischofsreut Sonnwend

Hallo, der Martl.

Obiges Bild habe ich heute erst gemacht, wollte noch ein paar Reste vom neulichen Sturm- und jetzt erneuten Blitzschaden (die arme Frau W. ist momentan wahrlich nicht vom Glück verfolgt..) zur Feuerstelle bringen, da sehe ich das:

Zwei Feuerstellen in nur ca. 30m Abstand !!? Ja supertoll.

Leider nicht ganz die Planung. Der linke Haufen passt, er soll das offizielle Sonnwendfeuer  für Freitag, den 19.06. ergeben –  aber der im Bild rechte Haufen ganz und gar nicht! Das ist wohl ein Rest der Entforstung vom Viehweidenberg, der sollte frühzeitig zu Hackschnitzeln verarbeitet werden, im Auftrag des neuen Eigentümers Bund Naturschutz, kurz BN.

Den rechten  bitte nicht anzünden, es  ist zu bedenken, dass das gesamte Gelände dem BN gehört, auch die eigentliche Feuerstelle ist nur wohlwollend geduldet.

Aber man sieht hier , dass auch im Naturschutz  nicht immer alles läuft wie gewünscht.. halt genau wie im privaten Leben.

Dreisessel – Der Hausberg von Haidmühle

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Die Landschaft auf dem Dreisessel ist ungewöhnlich, ja einzigartig, wild, bizarr, manchen Ortes sogar apokalyptisch anmutend. Und doch ist die Szenerie stimmig und verbreitet selbst (oder gerade deswegen?) bei bedecktem Himmel und dunklen Wolken einen außerordentlichen Reiz, so wie heute morgen. Ich fragte mich, als wir dort oben waren, wann der Borkenkäfer (oder war’s der saure Regen?) den Bäumen so zugesetzt hat? Und wie die Landschaft wohl früher ausgesehen haben mag, als der Wald noch ein echter Wald war? Wie auch immer … der Zauber der Böhmerwald-Natur ist, frei nach Stifter, wie ein Rastplatz für die Seele. Wer offen ist für diese sehr spezielle Landschaft, wird hier glücklich sein können.  „Dreisessel – Der Hausberg von Haidmühle“ weiterlesen

HaiBischL, so geht’s halt!!

Hallo, der letzte persönliche Artikel vom Uwe ist mir wieder mal ein Ansporn, bei diesem tollen, schönen Blog aktiv weiter zu tun, er ist es allemal wert!!

Was soll eigentlich Haibischl bedeuten? Es gibt zwar den gezielt gewählten Bezug zum tief niederbayerischen Wort für „Heubüschel“, aber was will man damit? Halt eine Eselsbrücke schaffen, gerade für unsere hiesigen Einwohner!

Der streng regional begrenzte Blog steht eisern für HAIdmühle, BISCHofsreut – und halt das L!!

Was soll das L.. bedeuten?

Könnte gerne Leopoldsreut lauten, das ist jetzt super aktuell. Aber geplant war das nicht!

Eher sowas wie Linux-Freunde, oder alles +-andere:: Letschn, Lautmaler, Loser, Löffel, egal..

Mir persönlich ist die chinesische Variante am liebsten:

HAIdmühleBISCHofsLeut!

Das sind wir alle.

Martl

Das Sonnendorf

vielleicht könnte auch Haidmühle mal diesen Titel tragen!? Momentan ist es noch das energieautarke Schönau wo am 16.5.2015 der Energietag Ostbayern stattfindet. Ich werde mir das anschauen. Wer mitfahren möchte sollte sich bei mir bis spätestens Freitag, den 15.5. 20:00 unter 08556-341 melden (sorry, etwas kurzfristig). PDF_Energietag_Ostbayern

Das fehlt noch: der Haidmühler Tauschring!

Tauschring

Der Haidmühler Arbeitskreis Soziales hat als einen von mehreren Aktionspunkten die so genannte organisierte Nachbarschaftshilfe (auch bekannt als Tauschring/tauschen ohne Geld, …) in Angriff genommen.
Gerade hier bei uns im Bayerwald wird Nachbarschaftshilfe großgeschrieben. Das war gut, ist gut und könnte noch ausgebaut werden!
Die Grundidee des Tauschrings besteht darin, Nachbarschaftshilfe auf den gesamten Bereich der Gemeinde auszudehnen. Abgerechnet wird über so genannte Zeitkonten und es wird Zeit gegen Zeit getauscht. Beispiel: 1 Stunde Sockenstricken gegen eine 1 Stunde Schneeschaufeln oder Gartenarbeit oder Hof kehren oder Nachhilfeunterricht, oder …. Um diesen Tausch abwickeln zu können führt jeder Teilnehmer ein Zeitkonto bzw. wird die Zeit in eine eigenständige Haidmühler Währung umgerechnet.
In den Fürther Regeln heißt das z.B.: „Der Leistungstransfer erfolgt wahlweise auf vier Arten: Verrechnen, Tauschen, Leihen und Schenken. Die Verrechnung der erbrachten Leistung erfolgt in Talenten (TL), wobei wir als Richtwert 10 Talente pro Stunde empfehlen.“
Noch ist alles offen was die Details betrifft! Der Tauschring soll auf alle Fälle so einfach und unbürokratisch wie möglich gestaltet werden.
Machen Sie mit! Nur wenn eine genügend große Anzahl von Bürgern teilnimmt, kann es funktionieren!
Gesucht werden Interessenten für den Aufbau sowie ganz allgemein Interessenten die am Tauschring teilnehmen möchten. Haben Sie Fragen oder wollen Sie sich unverbindlich für weitere Informationen vormerken lassen, dann kontaktieren Sie unseren Koordinator Franz Kies, Tel. 08556-341, Info@Franz-Kies.eu