Schnelles(?) Internet in Haidmühle

Ich habe mir den Lieferschein der Breitbandkabel, die bei uns verlegt werden, angesehen.

Darin steht „FTTC“. Hmmm…

FTTC = Fiber to the curb, also Glasfaser (gut) bis an die Bordsteinkante. Nicht zum Haus (schlecht).

Irgendwo in der Straße kommt dann also das orange Kabel aus dem Boden, von dort aus geht es mit langsamen Kabeln in die Häuser.  Besser wäre FTTH (Fiber to the home).

„Das ist aber besser als nichts und schnell genug für mich!“

Stimmt. Heute. Aber die Anforderungen steigen, und so ein Kabel tauscht man nicht alle 5 Jahre aus – siehe auch meinen Kommentar unten.

Ich hoffe, die Anbindung wird trotzdem richtig schnell. Schaun wir mal. Denn: „Perspektivisch wird eine Geschwindigkeit von 50 MBit in der Tat nicht ausreichen…“ Von hier:  https://www.heise.de/newsticker/meldung/Staedtebund-fordert-Grundrecht-auf-schnelles-Internet-3760644.html

Wichtig für uns ist auch das:

https://www.golem.de/news/hoefebonus-bayern-schliesst-abgelegene-hoehe-an-das-glasfasernetz-an-1706-128677.html

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Auch-Einoedhoefe-sollen-schnelles-Internet-bekommen-3760092.html

„…müssen mindestens 80 Prozent der Gebäude mit Glasfaser erschließen …“

Bekommen wir also nur die zweitbeste Lösung?

Weiß jemand mehr darüber?

 

 

 

 

 

 

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3 Antworten auf „Schnelles(?) Internet in Haidmühle“

  1. Bei Investments, die teuer sind, muss man einfach langfristig denken, anders geht es nicht. Und man darf sich auch nicht am eigenen Mikrokosmos orientieren, sondern daran, was andere, jüngere, Firmen etc. jetzt und später brauchen. Man kann viele Entwicklungen bedauern, aber wenn man in dieser Realität lebt, kann man sich nicht (immer) vollständig abkoppeln. Wenn ich in meinem zweiten Zuhause in Marchhäuser recherchiere, schreibe, meinem Job und meinem Hobby nachgehe, brauche ich eine schnelle Anbindung. Sonst … dann doch lieber woanders …

  2. Hallo Herr Düser,

    ja, stimmt, ich hätte das erklären müssen.

    Also:

    Wenn man Infrastrukturprojekte plant, darf man nicht vom Bedarf von vor 20 Jahren ausgehen (z. B. online bestellen), sondern muss für die kommenden 20 Jahre planen. So lange liegen diese Kabel voraussichtlich mindestens.
    Dann werden wir sehr viel Bandbreite brauchen für Anwendungen wie:

    – Einen sehr hochauflösenen Videostrom gleichzeitig für jedes Familienmitglied
    – Virtuelle Realität
    – Intensives Cloud-Computing für Jedermann
    – … und alles andere, das ich mir heute nicht einmal im Ansatz vorstellen kann

    „Brauch‘ ich nicht!“

    Warten wir’s ab.

    Und falls wirklich nicht: In 10, 20 Jahren lebt eine andere Generation in Haidmühle. Die brauchen das und fordern die nötige Bandbreite dafür, weil es die anderswo auch gibt.
    Wir wollen dann nicht schon wieder die mit dem lahmen Internet sein.

  3. Hallo Herr Kremmin,
    da fehlt mir doch völlig die Perspektive.
    Wofür, denken Sie, würden Sie in der Zukunft mehr als 50 MBit/s benötigen? Natürlich nur so rein Privat . . . Selbst wenn Sie dann einen bestellwütigen Kühlschrank besitzen sollten, irgendwann ist er doch voll ;-))
    MfG
    Arthur Düser

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