(Un-) Sicher im Internet unterwegs [update]

[Update vom 19.3.]

Die Sache mit den Erpressungs-Trojanern (siehen unten) weitet sich aus:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/locky-teslacrypt-cryptolocker-co-zahlen-sie-nicht-a-1082315.html

Wie gesagt, schützen Sie sich, indem Sie regelmäßig Sicherungen anlegen (oder von Windows Abschied nehmen).
Bei den Sicherungen müssen Sie aufpassen: Wenn der Trojaner aktiv wird, während Sie die Sicherungs-Festplatte angesteckt haben, wird diese ebenfalls verschlüsselt (das gilt wohl auch für Netzwerk-Laufwerke)!
Sie müssen also mit zwei Festplatten arbeiten, die Sie wechselweise benutzen und nach dem Sichern ausstöpseln.

Bei Aldi (wohl auch bei dem in Freyung) gibt es derzeit eine günstige 1TB-Festplatte für diesen Zweck.

[Update Ende]


 

4.3.2016:
Zwei aktuelle Probleme belästigen die Leute (unter anderem):

1) Über Amazon wird ein Trojaner für Android verteilt.
Details hier:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Android-Trojaner-auf-Amazon-de-3128011.html

2) Der Locky-Trojaner (das ist nicht der gleiche wie oben) ist recht gefährlich und schon seit einigen Wochen aktiv. Man schätzt, dass stündlich ca. 5000 Windows-PCs befallen werden (soviel ich weiss, in Deutschland). Der Trojaner verschlüsselt die Daten der Besitzer und verlangt ein Lösegeld, mit dem man ein Entschlüsselungs-Passwort bekommt (hoffentlich).

Was das bedeutet? Ihre Musik, Bilder, Filme, Briefe, überhaupt alle Dokumente und persönliche Dateien die auf dem PC waren, sind weg, hinüber, vernichtet, futsch (oder, wie man früher in gewissen Kreisen eleganter zu sagen wusste: „futschikato“).  Erst wenn man das Lösegeld gezahlt hat, bekommt man die Chance, die Daten wieder herzustellen. Lästig!

Selbst diverse Firmen wurden schon Opfer. Jetzt hat es auch eine Gemeinde erwischt: 
http://www.golem.de/news/ransomware-die-verschluesselte-stadt-die-zahlte-1603-119563.html
Der Trojaner ist besonders raffiniert programmiert und wird weiterentwickelt („Batch-Dateien sind der neueste Schrei, wenn es darum geht, den Krypto-Trojaner Locky am Virenscanner vorbei zu schleusen – und der Plan geht auf“). Ein Schutz der gestern noch funktionierte, kann morgen wirkungslos sein.
Hier die aktuellen Infos darüber:
http://www.heise.de/suche/?q=locky&search_submit.x=0&search_submit.y=0&rm=search

Zwei Kommentare dazu:

– Sichern Sie Ihre Daten. Falls Sie täglich (oder wann immer sich etwas ändert) einen Backup machen, haben Sie Ihre aktuellen Daten immer in der Hinterhand, falls der Trojaner Sie erwischt. Die betroffene Stadtverwaltung hatte hier wohl geschlafen und muß zahlen.

– Wer nicht unbedingt unbedingt unbedingt unbedingt mit Windows arbeiten muß, sollte sich nach einer Alternative umsehen, und zwar deshalb: Windows-ist-ein-Sicherheits-Albtraum
Auch bei Apple ist übrigens nicht mehr alles rosig.

Falls Sie nicht wissen, wie man bei all‘ dem vorgeht, fragen Sie, wann das nächstemal das Computer-Bootcamp in Haidmühle statt findet.


Hier noch eine ältere Meldung vom Dezember, die immer noch gültig ist:

Gestern bekam ich ein E-Mail von unbekannter Quelle, mit einem Word-Dokument im Anhang.
Sie vielleicht auch.
Vorsicht damit, es könnte ein Angriff dahinter stecken.

Details hier:
http://www.heise.de/security/meldung/Gefaehrliches-Duo-Erpressungstrojaner-kommt-mit-Word-Datei-3039927.html

Diese gefährlichen Anhänge können auch an E-Mails von bekannten Absendern hängen!

„Die Makros in einer Word-Datei versuchen beim Öffnen der Datei Schadsoftware auf Computer zu laden.“

„Von der Viren-Welle sind in erster Linie Windows-Nutzer betroffen.“

„Da die Ganoven ihre Malware anscheinend regelmäßig warten, kommen die Anbieter von Antiviren-Anwendungen nicht hinterher, denn Leser von heise online berichten, dass ihre Virenscanner oft nicht anspringen. “

Einen Schutz scheint es derzeit nicht zu geben. Also besser diese Anhänge (.doc und auch .zip) nicht öffnen. Alternative: Sie öffnen das .doc mit LibreOffice statt Microsoft Office. Es führt keine solchen Makros aus.

Linux-Rechner sind übrigens immun gegen diese Angriffe.

Diesen Beitrag teilen mit:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.