Tourismius in Haidmühle: Drohende Diaspora

Gestern traf ich beim Spaziergang in Bischofsreut ein betagtes Ehepaar aus einer deutschen Großstadt. Um die 75 Jahre alt, die schon ewige Zeiten in Haidmühle Urlaub machen.

Sie lieben die Abgeschiedenheit, die gute Luft, die Ruhe. „Nichts für junge Leute“, meinten sie, „aber für uns ideal. Früher wohnten wir bei den Damen in Auerbergsreut und ganz früher im Hotel Moldaustern in Haidmühle, das war richtig schön. Da war Geselligkeit und Leben und bedient wurde man auch ordentlich. Seit einigen Jahren mieten wir eine Ferienwohnung. Die ist sehr gut ausgestattet. Wir fühlen uns auch wohl da. Trotzdem wird es jetzt wohl unserer letzter Besuch werden. Die Gastronomie wird am Ort immer schlechter. Wir gehen gerne zu Fuß zum Essen und möchten nicht immer das Auto nehmen müssen. Aber wo kann man jetzt hier noch essen? Fast alles hat geschlossen. Und das Gasthaus (…) gefällt uns nicht. So schade es ist, wir werden in Zukunft wohl im Schwarzwald Urlaub machen. Da ist es auch grün und hügelig und man kann in jedem Dorf gut essen.“

Hoffen wir, dass sich die Lage zügig wieder ändert.

Diesen Beitrag teilen mit:

2 Antworten auf „Tourismius in Haidmühle: Drohende Diaspora“

  1. Die Lokalitäten sind sicher im Schuß, aber ich meine gehört zu haben, dass Ortners nicht verpachten werden.

  2. Stimmt leider……
    Das ist nicht nur für die Turis traurig. Auch für uns Einheimische.
    Wäre schön, wenn da was junges, frisches nachkäme. Die Lokalitäten wären ja noch gut in Schuß.,nur trauen wird sich wohl keiner….. was ich voll und ganz verstehen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.