Die Renten sind sicher, oder…

Sind Sie über 50? Falls ja, dann gilt nach der derzeitigen Lage, dass die Rente für Sie einigermaßen gesichert ist, wenn auch auf eher niedrigem Niveau.

Sind Sie unter 50? Falls ja, dann sehe ich Probleme auf Sie zukommen.

Alle, die sich mit der Materie beschäftigen wissen, dass der demografische Wandel immer kritischere Auswirkungen zeitigt. Deutschland überaltert. Es gibt zu wenig Nachwuchs zur Finanzierung der Renten. Ganz extrem zeigt sich das zum Beispiel in Haidmühle mit 24 Sterbefällen und sieben Geburten im Jahr 2014.

Auch unsere Politiker wissen, dass die Renten für zurzeit noch unter Fünfzigjährige nur zu sichern sind, wenn netto 400.000 Einwanderer pro Jahr Deutschland zur neuen Heimat machen! Dieser Prozess hätte vor mindestens zehn Jahren beginnen müssen. Das einzige Jahr seit langer Zeit, in dem diese 400.000 erreicht wurde, war 2014. Auch 2015 werden wir darüber liegen und mit etwas Glück (und weniger falsch verstandenem Populismus) können wir 2015 und auch in den Folgejahren die Versäumnisse der letzten 20 Jahre aufholen und die Renten sichern!

Reiten in Haidmühle

Haidmühle ist eine … Insel der Glückseligen (könnte man fast sagen), mitten im Wald des Bayerischen Waldes gelegen. Durch unsere Wälder führen sehr viele Wanderwege, auf denen das Reiten erlaubt ist. Und Gedränge herrscht bei uns nie.

Wir grenzen direkt an den Tschechischen Nationalpark Šumava (gesprochen Schumava) an. Ausritte nach Tschechien sind möglich.


Reitparadies Haidmühle

Endlose Sand- und Kieswege, ausgedehnte Wälder, kleine Inseln der Besiedelung, Wiesen Weiden und (Gast)Wirtschaften. Das ist der Bayerische Wald bei Haidmühle. Für Reiter einfach traumhaft. Unser Reiturlaub mit eigenen Pferden begann beim Kies Franz in Haidmühle, der uns eine Wiese für unsere beiden Kabardiner-Pferde organisiert und uns beherbergt hat. Von dort aus unternahmen wir Halbtagesritte in die Umgebung von Haidmühle. Unser Highlight war dabei der Ritt auf den Dreisessel, der uns mit herrlichen Aussichten unterwegs und am Gipfel belohnte.
Ob eine Brotzeit aus den Packtaschen oder eine Rast im Dorf- oder Ausflugs-Gasthaus: Platz um Pferde anzubinden oder auf eine Weide zu stellen, läßt sich finden. Ausreichend Wasser für die Tiere
findet man in der Landschaft, doch auch die Einheimischen sind uns immer freundlich begegnet und haben auch unsere Pferde mit Wasser versorgt.
Wer nicht das Glück hat, eine Unterkunft bei Freunden zu nutzen, der kann auch in Pensionen und/oder Reiterhöfen im Gebiet unterkommen und zu günstigen Preisen seinen Vierbeiner einstellen oder auf einer Weide übernachten lassen. Für unterwegs, aber auch für´s Übernachten ist es günstig, wenn die Pferde das Anbinden mit Anbindestrick an einem langen Seil, das zwischen Bäumen gespannt wird, bereits kennen. Das lange Seil muß auch höhere Belastungen aushalten, Bergseile sind da gut geeignet.
Wer kein eigenes Pferd hat oder mitnehmen will kann natürlich auch die Reiterhöfe im Gebiet anfragen. Dort können sicherlich auch Tages- oder Mehrtagestouren arrangiert werden.

Egbert & Antje Pfeifer


Reiterlich relevante Infrastruktur:

In Haidmühle:

baerenfilz.de
Isländer.

Übernachten:
Hier ist das Gastgeberverzeichnis der Gemeinde.

 

In Bischofsreut:

matthiasl.de
Western-Reitstall

Übernachten:
zummatthiasl.de
Am Reitstall gelegen. Einfache, günstige Zimmer.

haidl-madl-ferienwohnen.de
1km von Matthiasl entfernt. Ruhig. Elegante Öko-Zimmer.

 

Zwergerl-Kino in Haidmühle

Wenn man als Sprachpate tätig ist, macht man sich von Zeit zu Zeit Gedanken, was man noch alles zur Sprachförderung ausländischer Kinder beitragen könnte. So entstand die Idee einmal pro Woche an einem Nachmittag Märchenfilme vorzuführen, alle nicht länger als eine Stunde.
Gedacht für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren sind auch jüngere Kinder und Jugendliche willkommen. Vorgeführt werden überwiegend die von ARD neu verfilmten Märchen der Gebrüder Grimm und Andersen. Auch einige ältere Märchenfilme sind geplant.
Eine Idee kann meist nur dann umgesetzt werden, wenn mehrere zur Realisierung beitragen. So hat unsere Sozialarbeiterin, Inge Krüger ihren für diesen Zweck ausgezeichnet geeigneten Party-Keller zur Verfügung gestellt, bestuhlt für ca. 30 Personen sowie einigen, von den jüngeren Kindern besonders heiß begehrten Kinderstühlen. Sie sorgt auch dafür, dass ein entsprechender Aushang in arabischer Sprache auf die Vorführung hinweist. Steffi Simon, Lehrerin an unserer Grundschule, kündigt die Filme in der Schule an und gestaltet entsprechende Aushänge. Jusif Zakaria und vertretungsweise Nisreen Allahham, Leiterin des arabischen Kochkurses, stehen als Dolmetscher bereit: Vor Filmbeginn wird nämlich eine 3 bis 4 minütige arabische Einführung in den Film gegeben, wobei aber das (meist gute) Ende des Filmes nicht verraten wird.
Unser Mini Kino besteht aus einer anderthalb Meter breiten Leinwand und einem LED Projektor mit zusätzlichem Lautsprecher.

Bisher wurden die Filme „Hänsel und Gretel“, „Frau Holle“, der „Froschkönig“, „Schneewittchen“ und „Das tapfere Schneiderlein“ gezeigt, alle gut besucht und begeistert aufgenommen. Deutsche Kinder waren bislang nicht dabei, da sie vermutlich die meisten Filme schon kennen. Über 40 weitere Filme werden noch folgen.
Beginn jeden Dienstag um 16:30 im Party-Keller, Max Pangerlstr. 42, Dauer eine Stunde. Willkommen ist jeder!

Rainer Köhne

Bürgerversammlung – passiv leiden oder aktiv Zukunft gestalten

Während der Bürgerversammlung in Haidmühle habe ich einen Vorschlag zur aktiven Zukunftsgestaltung bezüglich Flüchtlingen/Asylbewerbern in Haidmühle gemacht. Nachdem es teilweise doch recht chaotisch zuging, möchte ich hier mein Gedankenmodell nochmals darlegen:
Der Flüchtlingszustrom wird prinzipiell nicht wesentlich geringer werden, trotz gegenteiliger Gerüchte und populistischer Aussagen einiger Politiker. Jeder der sich etwas mit der weltpolitischen Lage beschäftigt ist sich dieser Tatsache bewusst. Natürlich tragen wir für dieses Flüchtlingsphänomen einen gehörigen Anteil an Verantwortung aber das ist eine andere Geschichte, vielleicht für einen anderen Artikel.
Wie vielerorts bereits geschehen, kann auch von heute auf morgen die Gemeinde informiert werden, dass ein privater Investor ein leer stehendes Gebäude erworben hat und dort je nach Größe 100, 200 oder mehr Asylbewerber unterbringt. Dies ist mittlerweile zu einem hoch interessanten Geschäftsmodell geworden mit zweistelligen Renditen (Ich weiß zum Beispiel von einem Investor der ein leer stehendes Sporthotel in Niederbayern erworben und mit ca. 100 Asylbewerbern belegt hat. Er spricht davon, dass er mit dem Tagesgeld, das er von unserer Regierung für die Asylbewerber bekommt das Hotel in ca. eineinhalb bis zwei Jahren bezahlt hat, das beste Geschäft seines Lebens! Die Aufwendungen für Betreuung versucht er dabei so weit wie möglich zu minimieren, eventuelle Probleme werden auf die Kommune abgeschoben).
Die Gemeinde könnte natürlich Mut fassen, aktiv werden und die Zukunft im Sinne der Bürger gestalten. Ähnlich wie in Freyung die Klinik am Geyersberg vom Landkreis erworben wurde, könnte unsere Kommune auch ein geeignetes Gebäude erwerben.
Allerdings würde ich noch einen Schritt weiter gehen und diesen Erwerb als Bürger-Projekt vermarkten. D.h. unsere Bürger würden die Möglichkeit bekommen Anteile an diesem Projekt käuflich zu erwerben mit einer Renditeerwartung von 5, 10 oder x % (das sind momentan aus der Luft gegriffene Zahlen, eine gründliche Kalkulation wäre zur Festsetzung des tatsächlichen jährlichen Zinssatzes essenziell).
Das Risiko, dass der Flüchtlings-/Asylbewerberstrom plötzlich auf Null geht dürfte eher gering sein genauso wie das Risiko, dass die staatlichen Mittel für die Unterbringung wesentlich gesenkt werden.

Vorteile dieser aktiven Zukunftspolitik wären:
+ Abwehr eines rein auf Profit ausgehenden privaten Investors
+ die Gemeinde behält die Kontrolle über das Projekt
+ die Flüchtlinge/Asylbewerber können menschenwürdig betreut werden
+ die Bevölkerung wird eingebunden und die Akzeptanz wesentlich gesteigert
+ Arbeitsplätze werden geschaffen
+ die Einnahmen aus dem Projekt gehen an die Bürger die sich daran beteiligt haben bzw. an die Gemeinde

Die Weichenstellung (?)

Der 25. September 2015 markiert eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft unseres Planeten. Bei dem bisher größten Gipfeltreffen aller Zeiten haben die Vereinten Nationen im 70. Jahr ihres Bestehens die bisher anspruchsvollste Agenda für eine global nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Insider sprechen von einem in Unfall in der Art und Weise wie es zu dieser Agenda kam. Die üblichen Verhinderer hatten anscheinend ihren Unterhändlern keine klaren Obstruktions-Richtlinien mitgegeben in der Erwartung, dass dies die anderen schon machen würden. Als Ergebnis kam es zu dieser Agenda die in wesentlichen Teilen weit über alles hinausgeht was selbst die größten Optimisten zu hoffen gewagt hatten!
Kernstück dieser „Agenda 2030“ sind 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die innerhalb der nächsten 15 Jahre von allen Staaten erreicht werden sollten. Es geht dabei um nicht weniger als um die vollständige Abschaffung des Hungers und der extremen Armut, aber auch um den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen und die Verringerung der Ungleichheit in und zwischen den Ländern.

Diese Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, kurz „SDGs“ (Sustainable Development Goals) genannt, sind nicht nur erheblich ambitionierter als die bisherigen „Millennium-Entwicklungsziele“ (MDGs), die sie ab 2016 ablösen werden, sondern sie nehmen auch die wohlhabenden Staaten in die Pflicht. Die MDGs hatten sich in erster Linie auf die Entwicklungsländer konzentriert. Nun aber sind auch die Industrieländer ausdrücklich herausgefordert, von nicht-nachhaltigen Konsum- und Produktionsweisen abzurücken und der Vertiefung der sozialen Kluft entgegenzuwirken. Auch Deutschland erweist sich damit als Entwicklungsland mit erheblichem Korrekturbedarf in Sachen Nachhaltigkeit.

Die Aufgaben, vor denen die Weltgemeinschaft steht, können nur im Rahmen grenzüberschreitender Kooperation und im Bewusstsein globaler Partnerschaft bewältigt werden. Die Eindämmung des Klimawandels, der Schutz der Ozeane, die Bekämpfung von Epidemien oder des Terrorismus, wie auch die Stabilisierung der Finanzsysteme sind auf die Bereitschaft und Fähigkeit der Staaten, sich auf gemeinsame und solidarische Lösungen einzulassen, angewiesen.

Als nächster Schritt müssen diese globalen Ziele jetzt in Ziele für Nationen, Regionen, Kommunen und jeden einzelnen herunter gebrochen werden. Zum Beispiel Bildung betreffend:
Ohne Bildung kann die Umsetzung eines solchen weitreichenden Aktionsprogramms nicht gelingen. Schulen und Bildungsstätten sind aufgefordert, die Inhalte der globalen Entwicklungsziele zu vermitteln, Gestaltungskompetenzen für eine nachhaltige Entwicklung zu stärken und das Nachdenken darüber anzuregen, welchen konkreten Beitrag jede/r Einzelne zur Umsetzung der SDGs in und durch Deutschland leisten kann. Darüber hinaus aber müssen Lernorte auch zu Orten des gesellschaftlichen Wandels werden und erfahrbar machen, dass und wie die Transformation in eine zukunftsfähige, weltoffene und faire Gesellschaft gelingen kann.

Kochen und mehr… Deutsch-Tschechisch

„Umweltfreundliche Gastronomie“ so nennt sich das Projekt bei dem Schüler der gastronomisch orientierten Schulen der Sekundärstufe in der Pilsner Region und im Landkreis Regensburg überzeugt werden, dass modernes Kochen erstaunlich spannend sein kann.
Als Ergebnis dieser Aktion entstand ein Kochbuch der besonderen Art: „Wir Kochen, Reisen und Leben, umweltfreundlich aber fein“.
Unter folgender Adresse kann diese empfehlenswerte Publikation in deutsch heruntergeladen werden: http://www.varimedobre.eu/de/

Interkultureller Workshop

14.10.2015, Baierwaldstube, Haidmühle

Vorurteile-Klischees-kulturelle Besonderheiten

Wie verhält sich der typisch Deutsche und wie der typische Ausländer?
Können „Vorurteile“ berechtigt und hilfreich sein? Wie können wir damit umgehen?

Auf spielerische/interaktive Weise wollen wir unterschiedliche Denk- und Verhaltensmuster herausarbeiten und uns bewusst machen.

Wenig Theorie und viele praktische Übungen werden diesen Abend zu einem kurzweiligen, informativen Ereignis machen das Ihnen ganz persönlich den Umgang mit anderen Kulturen erleichtern wird.

mmmhhhh … ein Genuß der anderen Art …

arabisch kochen
arabisch kochen
arabisch kochen
arabisch kochen
arabisch kochen
arabisch kochen
arabisch kochen
arabisch kochen

„Arabisch kochen“ ein Kochkurs der VHS.

Kursleiterin: Frau Nisreen Abo Khamis aus Haidmühle

Wie schon beim ersten Kochabend des VHS-Kurses „Arabisch kochen“ ( die PNP berichtete) waren die elf Teilnehmer auch an zwei Folgeabenden mit Eifer bei der Sache. Es wurde gemäß der Anleitung der Kursleiterin Nisreen Abo Khamis gerührt, geschnippelt, geraspelt und geröstet. Fremde Gewürze wie die „arabische 7-Gewürze- Mischung“, Sumach oder Granatapfelsirup wurden gekostet, Erfahrungen damit ausgetauscht.
Sobald sich die appetitanregenden Düfte der Speisen in der Schulküche verteilten, deckten die Kursteilnehmer den Tisch im Nebenraum. Gemeinsam speiste man an der langen Tafel und lobte die wohlschmeckenden Gerichte.

Steffi Simon

Vergesslichkeit oder halt: dumm gelaufen

Obacht, die folgende Geschichte ist abgeschrieben aus dem Buch „Heiteres aus einem Landarztleben“ von H. Schiefer. Aber sie beschreibt recht lustig ein saudummes, aber auch schmerzhaftes Erlebnis, wie es jedem schon mal passiert sein kann:

„Ein Arbeiter mittleren Alters kam humpelnd zu mir. Der eine Fuß war eingewickelt und steckte in einem übergroßen Pantoffel. Vorsichtig entfernte er selbst seinen Verband und zeigte auf seine dick geschwollene und blau verfärbte große Zehe. Auf meine Frage, was denn da passiert sei, erklärte er mir sein Missgeschick während der vergangenen Nacht:

„Gell, Dokta, da schaugst! Daß so ebbs gibt! Im Bett brich i mir mein Zehan. Woaßt, des untane Brettl vo meina Bettstatt hot a groß Astloch und do spui i mi mit mein Zehan oiwei. Gestan aba bin i z’schnei eingschlafa und wia i mi bei der Nacht umdraht hob, hats scho kracht a.“

Seine Diagnose war goldrichtig. Der gebrochene Zeh erforderte einen Gipsverband für drei Wochen.“

Uns geht’s heute oft auch um materielle Schäden, die halt passieren, oft aus eigenem Verschulden. Schön ist, wenn man trotzdem drüber lachen kann (irgendwann mal).

Das Büchlein habe ich aus unserer Bücherei gerettet.  Sie wird jetzt leider aufgelöst. Das ist mehr als schade, aber auch ich hab sie vorher nie besucht. Nur diese Woche zwingt mich ein „Heimatschuss“ ähnlich dem oberen Vorfall, die Couch zu hüten.

Stundenlang Computern, Fernsehschauen und halt Lesen. Aber das Lesen macht jetzt den besten Zeitvertreib, merke ich.

 

Wie im wilden Westen

Heute, kurz vor Sonnenaufgang, rannte plötzlich ein großes schwarzes Tier über unsere Wiese. Erst dachte ich an einen Hirschen, aber nein, ein Pferd! Ihm folgen weitere, so dass wir eine Herde von rund 10 Tieren auf unserem Rasen hatten. Ich fand, das war ein geradezu majestätischer Anblick. Die Tiere liefen mal nach da, mal nach dort, standen einige Zeit dicht zusammengedrängt zusammen, und verließen uns dann.

Das fanden nicht alle Grundstückbesitzer gut. Der Eigentümer, dem die Pferde weggelaufen waren, hat Beschwerden bekommen.

 

 

Haibischl