Kaufen Sie ein E-Auto und keinen umweltschädlichen Verbrenner

E-Autos können auch so aussehen!

von Gastautor Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group

Viele Menschen zweifeln, ob die E-Autos denn wirklich so umweltfreundlich sind. In den letzten Jahren hat die Lobby der Hersteller von Autos mit Verbrennungsmotoren mit großer Medienaufmachung viel Unsicherheit geschaffen, indem sie tatsächliche oder vermeintliche Umweltprobleme der E-Autos und ihrer Batterien anprangerte. Lassen Sie sich nicht beirren und kaufen Sie dennoch ein E-Auto. Betreiben Sie es bestenfalls mit selbstproduziertem oder eingekauftem Ökostrom, als dass Sie weiterhin regelmäßig zur Tankstelle fahren und Benzin oder Diesel aus Erdöl tanken.
Die weltweit größten Probleme verursacht die Nutzung von fossilen und atomaren Rohstoffen für die Energiegewinnung, allen voran Erdöl, aber genauso Kohle, Erdgas und auch Uran. Sie sind Verursacher für die immer schlimmer werdende Erdüberhitzung und die ungelösten Probleme der Atommüllentsorgung.
Um Erdöl für unsere Autos werden seit Jahrzehnten Kriege geführt, im Nahen Osten, in Libyen, im Sudan und anderswo. Erdöl und Erdgaseinnahmen dienen in großem Stil der Terrorfinanzierung und der Finanzierung autoritärer Regime z.B. durch Saudi-Arabien, Iran, Libyen, Syrien. Havarierte Öltanker verseuchen immer wieder weite Küstenabschnitte und verursachen schlimmste Umweltkatastrophen.

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Bibliotheken – wieder stark im Kommen!

Zentralbibliothek in Helsinki

Überall auf dem Land werden öffentliche Bibliotheken geschlossen, angeblich mangels Interesse von Seiten der Leserschaft: „Alles findet nur noch im Internet statt“. Stimmt das wirklich oder liegt das auch an mangelndem Engagement -finanziell, personell, kreativ- der Anbieter? Liegt es auch an überkommenen Strukturen des letzten Jahrhunderts wie aufwendiger Registratur, Leihfristen, Überziehungsgebühren oder sogar noch Mitgliedsgebühren…?

Wie auch immer, es gibt auch Gegenbeispiele zum genannten Trend:

Z.B. zeigt das Tielfoto die fantastische Zentralbibliothek in Helsinki

Zum Vergrößern bitte anklicken! Es lohnt sich!

Bibliothek Neubau in Dujiangyan, ChinaFoto von Shao Feng

Die Wässerung – Teil 3 von 3

Wasser

Die Wässerung – eine zentrale und nachhaltige Kulturtechnik in der alten europäischen Kulturlandschaft
(Text: Karel Kleijn, Stand Dezember 2020)

BN-Ankaufsflächen und Wiesenwässerung

Die Notwendigkeit sich als Naturschutzverband mit der Wiesenwässerung auseinanderzusetzen, dürfte klar sein. Wer sich mit Artenhilfsprogrammen beschäftigt, sollte wissen, wo die Probleme der Zielarten liegen, und das erfordert Kenntnisse bezüglich der einstmalig „guten Zeit“ der Art, die damaligen Lebensräume und deren Nutzung. Oft spielt die Wässerung da eine Rolle. Die Wiederaufnahme der Wässerung ist weitgehend ausgeschlossen, dennoch sucht man auf Grund des rekonstruierten Lebensraumbildes, nach Wegen, durch z.B. Nutzung, Gestaltung und Wiedervernässung von Feuchtflächen, ähnliche Verhältnisse zu schaffen. Wie die europaweit dürftigen Erfolge bei den intensiven Schutzprogramme der Wiesenbrüter zeigen, ist das ein mühseliges Geschäft und man wird kleinlaut, wenn in zwei Ankaufsflächen, schon kurz nachdem der Biber jede geplante und menschliche Pflege ausgeschlossen hat, erste Wiesenbrüter erfolgreich brüten. Die Bedeutung von Kenntnissen der Wiesenwässerung wird erst richtig klar, wenn sich zeigt dass in allen Pacht- und Ankaufsflächen der Kreisgruppe Reste von Wässersystemen zu finden sind, mit einer großen Systemvielfalt und Standortvielfalt. Es gibt Reste in Niedermoor-, Übergangsmoor-, Hochmoor-, Bruch-, Au-, Quell- und trockenen Mineralstandorten, in Hoch- und Tieflagen. Bei den Systemen gibt es Beispiele für Hangverrieselung mit Quellwasser und Schwemmen oder über kilometerlange Zuleitungsgräben im Wald, und Beispiele für Wässerung durch Bachausleitungen und  Rückenverrieselung. Es gibt zumindest ein Beispiel für die Wässerung auf einer mit Mineralboden überdeckten Moorfläche (verbesserte Moorkultur). Der Besitz von  diesem Kulturerbe wird bei Entwicklungsplänen und der nachfolgenden Pflege zu berücksichtigen sein, deutet aber auch deutlich auf Grenzen bei den Entwicklungs- und bei Artenschutzzielen. Ist eine Wiederaufnahme der Wässerung ausgeschlossen, können wir die Spuren der alten Nutzung beschränkt erhalten, der Rückkehr verschwundener von Wässerung abhängiger Arten, oder der langfristige Erhalt der Reste solcher Artvorkommen ist teils ausgeschlossen oder erfordert ganz neue Nutzungs-/Pflegekonzepte. Dort, wo die Reste noch aktiv betrieben werden oder passiv überzufließendes Wasser funktionell sind, sind die Erfolgsaussichten etwas anders, aber auch dort ist oft nur ein kläglicher Rest der alten Situation und der Betriebsführung wieder zu beleben, weil z.B. die Schwemme verfallen ist/verfüllt wurde, die Zumischung von Dünger ausgeschlossen ist. Auch sind oft infolge des Teilzerfalls neue Lebensräume entstanden und Arten aufgetaucht, die gegen eine rigorose Wiederbelebung sprechen. Auch hier gibt es zwei Beispiele, um dies zu verdeutlichen.

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Das Wasser – ein Wunderelixier – Teil 2

Wasser im Wald

von Gastautor Dr. Rainer Köhne – Teil 2

2. Der Grund für die Eigenschaften des Wassers

Die meisten von uns werden sich wahrscheinlich noch erinnern: Wasser – das ist H zwei O, in der chemischen Summenformel H2O geschrieben: 1 Sauerstoffatom (O) und 2 Wasserstoffatome (H). Alle seine erstaunlichen Eigenschaften haben den selben Grund.

Zunächst ein kleiner Ausflug in die Physik und Chemie: Die Atome bestehen aus einem positiven Kern und negativen Elektronenhüllen. Für die chemischen Prozesse und damit die Bildung von Stoffen sind nur die Elektronen der äußeren Hülle maßgeblich. Bei den Edelgasen (Helium, Neon, Argon, Krypton, Xenon und Radon) ist die äußere Hülle immer mit 8 Elektronen besetzt – Helium ausgenommen, wo mit 2 Elektronen die erste und einzige Hülle vollbesetzt ist. Sie sind besonders stabil und gehen keine anderen Verbindungen ein. Bei der Bildung von Verbindungen wird daher diese stabile „Edelgaskonfiguration“ (8 Elektronen in der Außenhülle) angestrebt.

Beim Wasser haben die beiden Wasserstoff Atome jeweils nur ein Elektron, während der Sauerstoff 6 Elektronen in der äußeren Hülle hat. Insgesamt hat damit das Wassermolekül 8 gemeinsame Elektronen, die von den positiven Atomkernen angezogen werden, wodurch letztlich die Atome zusammen halten (Atombindung). Wir erinnern uns, gleichnamige elektrische Ladungen stoßen sich ab, ungleichnamige ziehen sich an. Da es aber auch die (schwächere) Abstoßung der Elektronen untereinander gibt, ist das Wassermolekül mit ca. 104 Grad gewinkelt (Bild 4).

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Das Wasser – ein Wunderelixier

Wasser

von Gastautor  Dr. Rainer Köhne   –  Teil 1 von 2

1. Welche Bedeutung hat für uns das Wasser und was zeichnet es aus?

Ohne Wasser kein Leben. Das Wasser ist eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für das Leben. Wenn Astronomen und Astrophysiker neue extrasolare Planeten entdecken, wird mit spektroskopischen Mitteln versucht auch einen Nachweis für Wasser zu finden, denn nur so besteht die Möglichkeit, dass es dort Leben gibt.

Das Wasser kann – wie alle anderen Stoffe ( Ausnahme das Gas Helium) in drei verschiedenen Zuständen auftreten. Es sind die bekannten Aggregationszustände fest, flüssig und gasförmig. Wir kennen es in flüssiger Form, aber auch fest in Form von Eis oder Schnee und in der unsichtbaren gasförmigen Form, enthalten in der Luft, als Vorstufe zu den Wolken. Wasser ist der einzige Stoff, bei dem diese 3 Zustände nebeneinander auftreten können. Besonders in seiner flüssigen Form kennen und lieben wir es, denn es hat wohltuende und heilende Wirkungen.

Die größte Menge an Wasser findet man in den Ozeanen, die ca. 70% der Erdoberfläche bedecken. Durch die Sonneneinstrahlung verdunstet es und das gasförmige Wasser bewirkt die Luftfeuchtigkeit, die zur Wolkenbildung führt. Durch Winde zum Festland transportiert, fällt das Wasser in Form von Regen, Schnee oder Hagel auf den Erdboden und versickert dort. Durch Quellen, Bäche (Bild 1) und schließlich Flüsse gelangt es wieder in die Meere. Durch die im Erdboden gelösten Mineralien sind die Meere salzig.

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Planetare Grenzen – Europas Leben auf Messer‘s Schneide

Planetare Grenzen

Webinar vom 12.06.2020

Wir nähern uns in hoher Geschwindigkeit den Kipppunkten in unseren Ökosystemen.
Neun globale Prozesse sind es, die die ökologische Überlebensfähigkeit des Menschen auf unserem Planeten bestimmen. Im Jahre 2009 hat eine 29-köpfige internationale Forschungsgruppe rund um den schwedischen Professor Johan Rockström das Konzept der Planetaren Grenzen veröffentlicht. Diese Grenzen sind essentiell für den Fortbestand der Menschheit, sie definieren einen „sicheren Handlungsraum“ für menschliche Zivilisation auf der Erde. Dafür dürfen bestimmte Schwellenwerte nicht überschritten werden.

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82,4% Versorgung mit Eigenstrom

Schaltzentrale - Display

Die komplette Autarkie zumindest in der Stromversorgung rückt näher:

82,4 % Eigenversorgungsanteil im zweiten vollen Betriebsjahr meiner PV- Anlage! Wenn nicht Anfang des Jahres 2019 mehrere Wochen geschlossene Schneedecke die Stromgewinnung verhindert hätte, wäre der Anteil noch größer geworden.

2020 könnte ich mich der 90 % Marke annähern oder sie sogar übertreffen, wenn der kommende Winter ähnlich verläuft wie der letzte, d.h. nur noch einige Tage Schnee auf den Solarmodulen anstelle des mehrwöchigen Stromerzeugungsausfalls voriges Jahr.

Dazu kommt noch ein erstes Jahr mit Stromtanken für mein Elektromobil, ausschließlich mit PV-Strom, d.h. mit selbst erzeugtem Strom und nicht mit dem teuren Netzstrom!

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Gold – Grubenfeld Sulzau bei Schnellenzipf

Historische Karte Bayern-02_7148_N_1963

von Gastautor Elmar Hartl

Gut bekannt sind die Grubenfelder (oder auch als Grübenfelder bekannt), d.h. die Bereiche in denen Bergbau betrieben wurde im Quellbereich der Kalten Moldau. Das größte reicht von dem Goldgrubenbach bis nach Ludwigsreut und zählt damit zu den größten im Bayerischen Wald. Zwischen Schnellenzipf und Langreut gibt es ein weiteres, das bei knapp 700 m Länge und bis zu 100 m Breite sehr gut zu erkennen ist.

Der Wanderweg Nr. 2 durchquert auf der Forststraße gemeinsam mit dem Goldenen Steig das Grubenfeld. Manchem mögen die Hügel rechts und links des Weges aufgefallen sein, doch daran, dass hier Leute nach Gold gruben, hat wohl kaum jemand gedacht. Erst Hermann Kerscher vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege hat diese alten, auffälligen Bergbauspuren am Schreibtisch als Überbleibsel der Goldwäscher erkannt. Dieser entdeckte die Seifenhügel*, als er am Computer mit Hilfe der Bilder der damals ganz neu entwickelten Methode des Airborne Laserscans (ALS) den Goldenen Steig dokumentierte. Das Grubenfeld stellte er erstmals 2011 am 30. Niederbayerischen Archäologentag in Deggendorf der Öffentlichkeit vor. (Heute sind diese ALS-Bilder im BayernAtlas unter dem Stichwort Geländerelief frei zugängig.)

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Europäischer Green Deal: Lobbyisten versuchen nachhaltigen Weg aus der Corona-Wirtschaftskrise zu verwässern

Corona Virus

von Sven Giegold, MdEP

Um gestärkt aus der Corona-Krise zu kommen und uns in der Zukunft vor ähnlichen Katastrophen zu schützen, müssen wir nachhaltiger (und europäischer) handeln. Der wirtschaftliche Aufschwung nach Corona muss auf Grundlage von massiven Investitionen in zukunftsfähige, sichere Technologien erfolgen. Die EU-Kommission hat erst im Dezember das wahrscheinlich größte nachhaltige Wirtschaftsprogramm in der Geschichte Europas verkündet: den Europäischen Green Deal. Er ist ein beeindruckendes Zeugnis europäischen Klima- und Umweltschutzes, der die europäische Wirtschaft bis zum Jahr 2050 grundlegend reformieren und zukunftssicher machen wird.

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Europaparlament – Resolution zu Corona

Corona Virus

Am 17. März hat das Europäische Parlament eine Resolution zur Corona-Krise verabschiedet. Den Entwurf dieses Antrags hatten die proeuropäischen Fraktionen – Christdemokraten, Sozialdemokraten, Liberale und Grüne – gemeinsam eingebracht. Damit zeigt das Europaparlament, dass es weiterhin beschlussfähig ist, auch wenn die allermeisten Abgeordneten derzeit nicht zu den Parlamentssitzungen reisen können. Das Funktionieren von Demokratie über Grenzen hinweg ist von großer Wichtigkeit. Denn nur europäische Antworten werden aus dieser internationalen Krise führen. Dagegen hat der Rat der Mitgliedsländer in den letzten Wochen gezeigt, dass die Regierungen jeweils nationale Lösungen bevorzugen, auch wenn dies bei anderen EU-Staaten zu Schäden und Kosten führt.

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48 – Die Welt nach Corona

Corona Virus

von Gastautor Matthias Horx, Zukunftsforscher

Die Corona-Rückwärts-Prognose: Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise „vorbei” ist

Ich werde derzeit oft gefragt, wann Corona denn „vorbei sein wird”, und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Meine Antwort: Niemals. Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt.

Die Welt as we know it löst sich gerade auf. Aber dahinter fügt sich eine neue Welt zusammen, deren Formung wir zumindest erahnen können. Dafür möchte ich Ihnen eine Übung anbieten, mit der wir in Visionsprozessen bei Unternehmen gute Erfahrungen gemacht haben. Wir nennen sie die RE-Gnose. Im Gegensatz zur PRO-Gnose schauen wir mit dieser Technik nicht »in die Zukunft«. Sondern von der Zukunft aus ZURÜCK ins Heute. Klingt verrückt? Versuchen wir es einmal:

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Lichtverschmutzung

Sternenhimmel

von Detlef Koschny, Mitarbeiter bei der ESA

Seit nunmehr vier Jahren haben wir ein Ferienhaus in Haidmühle. Einer der Gründe warum wir dorthin wollten war die Nähe zur Natur. Das beinhaltet nicht nur Wald, Moor, und Vögel, sondern auch den Sternenhimmel, der hier – wie in nur wenigen Gebieten in Deutschland – noch hervorragend zu geniessen ist. Der Grund: Im Woid ists finsta. Nicht nur den Milchstrassenfetischisten, sondern auch den Bienen und anderen Insekten und Vögeln gefällt das. Es ist mittlerweile erwiesen, dass einer der Gründe, warum Insekten immer weniger werden, unsachgemässe Beleuchtung ist (z.B. Grubisic et al. 2018, Annals of Applied Biology, hier die Zusammenfassung. Nachfolgend ein paar Informationen zu diesem Thema, in der Hoffnung dass bei uns Licht sinnvoll eingesetzt wird und nicht zum “Verlust der Nacht” führt.

Der Mensch, sowie jedes andere Lebewesen hat sich auf den Tag-Nacht-Zyklus eingestellt. Wenn es finster ist, schlafen wir; ist es hell sind wir wach. Neben CO2, Feinstaub, und Elektrosmog wird aktuell auch immer mehr die drastische Zunahme an Beleuchtung zum Problem – die sogenannte Lichtverschmutzung. Diese hat verschiedenste Folgen. Beobachten Sie doch mal die typische Haidmühler Strassenlampe in einer Sommernacht. Da schwirren haufenweise Insekten rum. Die glauben, dass es noch Tag ist – oder, wie z.B. Bienen, versuchen sich an einem vermeintlichen Mondlicht zu orientieren. Bis sie aus Erschöpfung abstürzen.

Bei Menschen wird die Produktion des zum Schlafen notwendigen Melatonin durch blaues Licht reduziert. Bei uns glücklicherweise noch kein grosses Problem, weil unsere Strassenlampen hauptsächlich im Gelben leuchten. So sollte das auch bleiben. Unsachgemässe Beleuchtung kann aber auch Blendung verursachen, siehe Bild 1. Das oft benutzte Argument “Nur wenn es hell ist, sind wir sicher” wird dann bedeutungslos wenn wir durch Lampen geblendet werden, und die Schatten dadurch umso dunkler sind. Und ausserdem: Licht braucht Strom, und Strom kostet Geld.

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Vom Gewitter zum Regenbogen – Teil 2

Gewitter

Von Dr. Rainer Köhne:

Der Regenbogen – der versöhnlicher Ausklang

Die Wärmegewitter im Sommer dauern oft nur eine halbe Stunde lang, lösen sich dann von oben langsam auf oder ziehen weiter. Es klart auf und wir können sehr häufig ein wunderschönes Schauspiel genießen, wenn die Sonne am Nachmittag in unserem Rücken steht und auf die abziehende Regenwolke scheint: Den Regenbogen.

In vielen Religionen galt der Regenbogen als Mittler zwischen den Göttern bzw. Gott und den Menschen. Ein allen bekanntes Beispiel ist das im alten Testament, erstes Buch Mose, geschilderte Ende der Sintflut, wo Gott mit dem Regenbogen als Zeichen eines neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen Noah versprach nie wieder eine solche Flut zu schicken.

Selbst im Mittelalter glaubte man oft noch, dass sich am Ende des Regenbogens ein Schatz befände und er wurde immer wieder romantisch verklärt. In vielen Landschaftsgemälden wurde er verewigt und natürlich in der Musik besungen. Wer kennt nicht das wunderschöne Lied „Somewhere Over the Rainbow“, wo der unglaublich dicke Hawaianer Bruddah Iz zu seiner Ukulele singt

Irgendwo da oben über dem Regenbogen ganz weit oben
All die Träume, die du mal geträumt hast, damals in dem Schlaflied….

Älter als die Erde…

2016 zog dieser Meteorit über Haidmühle um dann in der Gegend von Braunau niederzugehen

Tag der offenen Tür bei der seismologischen und Infraschall-Messstation bei uns im bayerischen Wald: eine echte Überraschung! Wer hätte gedacht, dass es hier so viel interessantes zu sehen und zu erfahren gab!

Eine der 25 im Felsen versenkten Messstationen
Eine der 25 im Felsen versenkten Messstationen

Eine ganze Mannschaft von Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe gab auf vielen Informationsständen Einblick in ihre Arbeit. Da gab es Gespräche zur Polarforschung in der Antarktis, zur Erdbebenmessung, zu Meteoriten, zur Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags und und und. Praktische Experimente dienten zum leichteren verständlich machen komplexer Zusammenhänge.

Mit dem Hubschrauber zur Antarktisstation
Mit dem Hubschrauber zur Antarktisstation

Vom Gewitter zum Regenbogen

Gewitter

Von Dr. Rainer Köhne: Teil 1: Wie entsteht ein Gewitter

Die Sonne ist der Motor allen Lebens auf unserer Erde. Sie ist auch für unser Wetter Geschehen verantwortlich. Dieses spielt sich in den ersten 10 -12 km unserer Atmosphäre (Troposphäre) ab. Hier befinden sich rund 90 % der gesamten Luftmenge. Diese äußerst dünne Schicht umgibt die Erde wie die Schale einen Apfel und ist sehr empfindlich. Wir haben daher die Pflicht sie äußerst pfleglich zu behandeln.

Mit zu den beeindruckendsten Naturschauspielen gehören die Gewitter. Früher wurden in vielen Religionen Blitze als von Göttern geschleuderte Waffen betrachtet. So waren in im alten Griechenland der Göttervater Zeus mit seinen Donnerkeilen dafür zuständig, im alten Rom war er es ebenfalls, nur unter dem Namen Jupiter und bei unseren Vorfahren der Hammer schleudernde Thor. Aber auch der indische Gott Indra erzeugt Blitze, indem er genau wie die anderen mit Donnerkeilen warf.