Haidmühle als Welt(kultur)erbe !?

Grünes Band

Noch nicht ganz, aber viel fehlt nicht mehr!

Das Grüne Band: Wo Natur, Geschichte und Zukunft zusammenfinden

Kaum ein Ort verkörpert die Verbindung von Natur, Geschichte und Erinnerungskultur so eindrucksvoll wie das Grüne Band. Entlang der einst streng bewachten innerdeutschen Grenze hat sich über vier Jahrzehnte ein einzigartiger Biotopverbund entwickelt – ein 1.400 Kilometer langer Lebensraum, in dem mehr als 1.200 seltene Tier- und Pflanzenarten Zuflucht fanden. Was einst Todesstreifen war, ist heute ein lebendiges Symbol für Widerstandskraft, Versöhnung und die friedliche Überwindung einer totalen Grenze.

Diese besondere Doppelrolle – Naturrefugium und Gedächtnislandschaft – stand im Mittelpunkt der Tagung „Auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe – Das Grüne Band in Thüringen“, organisiert von der Stiftung Naturschutz Thüringen und internationalen Partnern. Diskutiert wurden aktuelle Entwicklungen der Welterbe-Bewerbung, Fragen der Erinnerungsökologie sowie die Bedeutung des Grünen Bandes als Kultur- und Naturraum. Zwar liegt der Fokus derzeit auf dem deutschen Abschnitt, doch das Interesse der Nachbarstaaten Österreich und Tschechien ist groß. Die Vision ist klar: ein „Europäisches Grünes Band“ als gemeinsames Welterbe.

Mit der Aufnahme in die deutsche Tentativliste im Dezember 2023 wurde ein entscheidender Meilenstein erreicht. Nun wird geprüft, ob das Grüne Band als gemischte Stätte – Natur- und Kulturerbe zugleich – nominiert werden kann. Die Entscheidung darüber fällt voraussichtlich im Herbst 2026. Wenn alles optimal verläuft, könnte das GRÜNE BAND DEUTSCHLAND bereits 2031 offiziell in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen werden.

Für die beteiligten Regionen – von Thüringen bis hinunter nach Haidmühle und darüber hinaus – wäre dies weit mehr als ein Titel. Es wäre ein internationales Signal: dass aus den Wunden der Geschichte neue Lebensräume entstehen können. Dass Naturschutz und Erinnerungskultur gemeinsam Zukunft gestalten. Und dass Europa dort zusammenwächst, wo es einst getrennt war – und Haidmühle mittendrin!!!

Immer noch gesucht: die Waldbirkenmaus

Waldbirkenmaus

Der Bund Naturschutz berichtet:

Die Renaturierung von Feuchtgebieten geht ins zweite Projektjahr -Erste Erfolge und die große Suche

Im Rahmen des Projekts „Lebensraumoptimierung für die Waldbirkenmaus“ werden bereits seit Anfang des Jahres 2025 durch den Bund Naturschutz (BN) zwischen Lusen und Dreisessel feuchte Lebensräume wiederhergestellt, in denen sich die Waldbirkenmaus wohlfühlt. Dadurch profitieren auch viele weitere Arten wie Randring-Perlmuttfalter und Hochmoor-Laufkäfer.

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Armenien: Ein Land im Wandel zwischen Tradition und Moderne

Armenien, ein Land mit einer über 3000-jährigen Geschichte, blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück: Vom antiken Königreich Urartu über die Christianisierung als erstes Staatsreligion im Jahr 301 bis hin zu Jahrhunderten unter mongolischer, persischer, osmanischer und russischer Herrschaft. Besonders prägend waren der Völkermord an den Armeniern 1915 und die sowjetische Ära, die 1991 mit der Unabhängigkeit endete. Seitdem kämpft Armenien mit seiner schwierigen geographischen und geopolitischen Lage, eingeklemmt zwischen der Türkei, Aserbaidschan, Georgien und dem Iran.

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Der Luchs ist wieder da!

Mittels Fotofallen können Luchse beim grenzüberschreitenden Monitoring nachgewiesen werden. (Fotos: Nationalpark Bayerischer Wald)

Mitteilung des Bayerischen Nationalparks

Grafenau. Sie heißen Lara, Stummel, Béďa oder Mireček und streifen meist unentdeckt durch die Wälder des Grenzkamms. Gemeint sind die Luchse in den Nationalparken Bayerischer Wald und Šumava, über die es nun gute Nachrichten zu verkünden gibt. Denn im Monitoringjahr 2024/2025 konnte die zweithöchste jemals gemessene Luchszahl verzeichnet werden sowie erneut die Höchstzahl von Jungtieren aus den Jahren 2018/2019. Ein Ergebnis, das die Experten zur Einschätzung kommen lässt, dass der Bestand in beiden Schutzgebieten stabil ist.

„Dieses Ergebnis freut uns sehr und es zeigt, dass es dem Luchs in beiden Nationalparken gut geht und die Art hier passende Lebensräume gefunden hat“, sagt Nationalparkleiterin Ursula Schuster. Im Monitoringjahr 2024/2025 konnten insgesamt 27 selbständige Luchse bestätigt werden. Darunter befanden sich zwölf Weibchen und acht Männchen, bei sieben Tieren ist das Geschlecht unbekannt. Durch den Einsatz von weiteren Kameras, die im Rahmen anderer Projekte im Untersuchungsgebiet aufgebaut waren, konnte für das gesamte Luchsjahr bei allen zwölf Weibchen Nachwuchs nachgewiesen werden. Bei Surya waren es sogar drei Junge, acht Katzen hatten je zwei Jungtiere und drei jeweils nur ein Junges. „Die Zahl von 22 Jungtieren entspricht der bislang höchsten Anzahl innerhalb eines Luchsjahres. Diesen Wert hatten wir bis jetzt nur im Monitoringjahr 2018/19“, so Schuster, die der Anstieg sehr freut.

Pavel Hubený: „Für uns sind das absolut erfreuliche Ergebnisse“ 

Dem kann auch Prof. Marco Heurich, im Nationalpark Bayerischer Wald zuständig für das Luchsmonitoring, nur zustimmen. Für ihn ist das grenzüberschreitende, jährliche Monitoring, das es seit dem Jahr 2009 gibt, von wesentlicher Bedeutung für den Schutz des Luchses. „Nur dank dieser Zahlen können wir den Bestand und die Verbreitung überwachen, Veränderungen in der Population frühzeitig erkennen und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen anpassen.“

Die Ergebnisse der vergangenen Saison des Monitorings erfreuen nicht nur die Zoologen auf bayerischer Seite, sondern auch ihre Kollegen in der Nationalparkverwaltung Šumava. „Für uns sind das absolut erfreuliche Ergebnisse“, bestätigt Pavel Hubený, Direktor des Nationalparks Šumava, begeistert und fährt fort: „Ich erinnere mich noch daran, als wir vor 40 Jahren Luchse aus den Karpaten im Šumava ausgesetzt haben. Wir hofften, dass sie überleben würden, aber nichts war sicher. Heute sehen wir, dass wir das Richtige getan haben, dass es in der gesamten Region des Böhmerwaldes genügend Luchse gibt, dass ihre Population stabil ist und vor allem, dass die Bewohner des gesamten Gebiets sie als Teil ihrer Heimat angenommen haben.“

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Wölfe gehen um

Wolf (Pixaby)

Seit einiger Zeit kommt es vermehrt zu Wolfsichtungen im Gebiet von Haidmühle. Dabei fielen v.a. zwei extreme Reaktionen auf:
Hysterie: „Ich trau mich nicht mehr in den Wald…“! Laut aktuellen und seriösen Quellen gab es in Deutschland – und damit auch in Bayern – in den letzten Jahrzehnten keinen nachgewiesenen Angriff eines gesunden Wolfs auf einen Menschen. Das Bundesumweltministerium und der NABU bestätigen, dass es in Deutschland seit der Rückkehr der Wölfe keine Angriffe auf Menschen gab. Die meisten historischen Angriffe in Europa standen im Zusammenhang mit Tollwut, Provokation oder Futterkonditionierung. Der letzte nachgewiesene Wolfsangriff auf einen Menschen in Europa (außerhalb von Tollwutfällen) liegt bereits viele Jahre zurück, und für Bayern oder Deutschland gibt es keine dokumentierten Fälle in jüngerer Zeit.
Euphorie: „Toll, ich möchte auch mal einen Wolf aus der Nähe sehen und fotografisch festhalten…“! Zum Glück kam es bei uns noch nicht soweit, dass dann versucht wurde einen Wolf heran zu füttern, wie bereits anderswo geschehen. Dadurch würde ein Wildtier zum Betteltier erzogen, die natürliche Scheu vor Menschen verlieren und eventuell sogar aggressiv werden, falls die erwartete Mahlzeit einmal ausfällt.

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Gemeinsam das Netz für heimische Artenvielfalt gestärkt

Mauthler Filz

Bei der Abschlussveranstaltung des sechsjährigen Projekts „Quervernetzung Grünes Band“ (Bundesprogramm Biologische Vielfalt, Bayerischer Naturschutzfonds) zieht der BUND Bayern (BN) eine überaus positive Bilanz: Im Inneren Bayerischen Wald hat er in Kooperation mit Gemeinden und Akteuren aus Landwirtschaft, Forst und Naturschutz den Biotopverbund und die Artenvielfalt nachhaltig gefördert.

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Sternenpark Haidmühle: Ein Leuchtfeuer für die Nacht

Erstellt von der KI Magic Studio

Haidmühle strahlt nun offiziell als Teil des neuen internationalen Sternenparks Bayerischer Wald! Diese beeindruckende Anerkennung durch Dark Sky International (DSI) ist ein großer Erfolg für unsere gesamte Region – und besonders für die Gemeinde Haidmühle, die sich mit Leidenschaft für den Schutz des Nachthimmels einsetzt.

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Kraniche in Haidmühle

Wer nach Haidmühle, speziell nach Ludwigsreut kommt kann hin und wieder die schrillen Rufe von Kranichen hören und vielleicht sogar das eine oder andere Exemplar von weitem erblicken. Wenn sie so auf dem Feld stehen, sind sie fast nicht zu übersehen mit ihren bis zu 1,20 m langen Beinen und dem langen Hals… Und dann erst im Flug mit ihrer Flügelspannweite von über 2 m!

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Change Now! Die Menschheit ist doch noch zu retten!

ChangeNow Ausstellung und Konferenz


Vom 24. bis 26. April 2025 verwandelte sich das Grand Palais in Paris erneut in einen globalen Treffpunkt für nachhaltige Innovationen: Die ChangeNOW-Konferenz brachte über 40.000 Teilnehmende aus 140 Ländern zusammen, darunter Unternehmer:innen, Investor:innen, politische Entscheidungsträger:innen und Aktivist:innen, um gemeinsam Lösungen für die drängendsten ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit zu diskutieren und voranzutreiben. 

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Grünes Band soll UNESCO-Welterbe werden

Das Grüne Band zwischen Mitwitz und Neustadt © Otmar Fugmann

von: Nationales BUND Kompetenzzentrum Grünes Band

Fachtagung stellt Deutschlands größten Biotopverbund und einzigartige Erinnerungslandschaft in den Fokus

  • Drei neue BUND-Projekte begleiten Grünes Band auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe

  • Schutz und Entwicklung der Nationalen Naturerbeflächen ist wichtige Voraussetzung für UNESCO-Nominierung

  • BUND fordert von neuer Bundesregierung Unterstützung von Aktivitäten und Initiativen für Nominierung und Ausweisung des Grünen Bandes als Weltnatur- und -kulturerbe.

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Winzling mit Potenzial – Waldbirkenmaus ist Schirmart für gefährdete Artenvielfalt

Waldbirkenmaus_(c)_Richard-Kraft

Der Bund Naturschutz berichtet:
Ein neues Artenschutzprojekt des Bund Naturschutz (BN) will die Waldbirkenmaus-Lebensräume und deren Vernetzung am Grünen Band im Bayerischen Wald verbessern. Dies kommt einer Vielzahl anderer hochgradig gefährdeter Arten wie Hochmoor-Laufkäfer und Randring-Perlmuttfalter zugute.

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Auerhuhn-Population ist deutlich gestiegen

Nationalparke Bayerischer Wald und Sumava stellen Ergebnisse des Monitorings vor

Buchwald. Deutlich angestiegen ist die Population der Auerhühner im bayerisch-böhmischen Grenzgebirge. Dies zeigen die Ergebnisse des jüngsten genetischen Monitorings, das von den Nationalparkverwaltungen Bayerischer Wald und Šumava im Winter 2022/2023 durchgeführt wurde. Ursula Schuster, Leiterin des Nationalparks Bayerischer Wald, und Pavel Hubený, Direktor der Nationalparkverwaltung Šumava, stellten die Zahlen bei einem gemeinsamen Treffen an der Grenze Buchwald vor. 

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Internationale Fachexkursion zu Moorschutzprojekt im Bayerischen Wald und Šumava

Internationale Exkursion

Im Rahmen des von der EU und dem Bayerischen Naturschutzfonds geförderten Projekts „LIFE for MIRES“ (Leben für Moore) wurden seit 2018 zahlreiche Moor- und Feuchtgebiete im Nationalpark Šumava sowie in den benachbarten bayerischen Gemeinden Haidmühle und Philippsreut erfolgreich renaturiert. Das Projekt, das im Dezember 2024 endet, fördert nicht nur die Artenvielfalt, sondern trägt auch zum Klimaschutz bei.

Bei einer internationalen, zweitägigen Fach-Exkursion mit den Projektverantwortlichen der Nationalparke Šumava und Bayerischer Wald und des BUND Bayern mit dem Kompetenzzentrum Grünes Band, sowie Fachleuten von Behörden und Verbänden aus Tschechien, Deutschland und Österreich konnten am 30. und 31. Oktober ausgewählte Projektflächen und Maßnahmen besichtigt werden. Vertreterinnen und Vertreter der AOPK (tschechisches Amt für Naturschutz) aus dem Riesengebirge und aus Mähren, von Naturschutzbehörden des tschechischen Kreises Pilsen, des bayerischen Landesamtes für Umwelt, der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern sowie von Naturschutz- und Landschaftspflegeverbänden von Oberfranken bis Niederösterreich informierten sich über die umgesetzten Maßnahmen zum Moor- und Artenschutz.

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Haibischl