Grünes Band soll UNESCO-Welterbe werden

Das Grüne Band zwischen Mitwitz und Neustadt © Otmar Fugmann

von: Nationales BUND Kompetenzzentrum Grünes Band

Fachtagung stellt Deutschlands größten Biotopverbund und einzigartige Erinnerungslandschaft in den Fokus

  • Drei neue BUND-Projekte begleiten Grünes Band auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe

  • Schutz und Entwicklung der Nationalen Naturerbeflächen ist wichtige Voraussetzung für UNESCO-Nominierung

  • BUND fordert von neuer Bundesregierung Unterstützung von Aktivitäten und Initiativen für Nominierung und Ausweisung des Grünen Bandes als Weltnatur- und -kulturerbe.

Das Grüne Band Deutschland ist ein fast 1.400 km langer Biotopverbund entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Seit der Teilung Deutschlands hat sich der einstige Grenzstreifen zu einem einzigartigen Rückzugsort für seltene Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Das Grüne Band verbindet heute Lebensräume von nationaler und internationaler Bedeutung und umfasst zahlreiche Naturschutz- und Natura-2000-Gebiete.

Zu bedeutenden Arten am Grünen Band zählen insbesondere der Goldene Scheckenfalter, die Flussperlmuschel oder der Luchs und viele seltene Orchideenarten wie zum Beispiel der Frauenschuh. Diese Vielfalt wird durch gezielte Maßnahmen wie Beweidung mit Rindern, Ziegen oder Schafen geschaffen, die die offene Landschaft fördern und das Grüne Band langfristig erhalten. Die Schutzmaßnahmen und das Engagement vieler Beteiligter haben das Gebiet zu einem Hotspot der Biodiversität in oftmals ausgeräumten und artenarmen Agrarlandschaften gemacht.

Das Grüne Band ist außerdem Teil des über 12.500 km langen Grünen Bandes Europa, das sich vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer und an die Adria erstreckt. Es verbindet zahlreiche Schutzgebiete entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs und repräsentiert die Verbindung von Naturschutz und Zeitgeschichte in Europa.

Seit 2011 finden in zwei- bis dreijährigem Abstand die nationalen Fachtagungen zum „Management des Nationalen Naturerbes (NNE) Grünes Band“ statt. Diese dienen dem Erfahrungsaustausch und der intensiven Abstimmung aller Akteur*innen am Grünen Band zur Erhaltung und Entwicklung des Grünen Bandes als durchgängigen und funktionalen Biotopverbund. Das Vorhaben „Tagungsreihe Nationales Naturerbe Grünes Band 2023-2025“ wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)

Ebenfalls vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert werden die beiden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „Weiterentwicklung des Prozesses zur Nominierung des Grünen Bandes Deutschland als UNESCO Weltnatur- und -kulturerbestätte (gemischte Stätte)“ und „Systematische Untersuchung der biologischen Vielfalt des Grünen Bands Deutschland für die Analyse der Biotopverbund- und Klimakorridorfunktion“.

Kontakt:
Dr. Liana Geidezis
Leiterin Nationales BUND Kompetenzzentrum Grünes Band
Tel.: 0911-575294-0

E-Mail: gruenesband@bund-naturschutz.de

 

Rechenkraft für die Wissenschaft

BOINC


Mit dem kostenlosen Programm BOINC der Universität Berkeley, Kalifornien können Sie aktuelle wissenschaftliche Forschungsaufgaben auf Ihrem Computer (Windows, Mac, Linux) oder Android-Gerät/Smartphone unterstützen.

BOINC lädt wissenschaftliche Computeraufträge auf Ihren Computer herunter und führt sie im Hintergrund aus. Es ist einfach und sicher. Sie bemerken, dass ihr Computer mit diese Aufträge abarbeitet normalerweise nur, wenn sie z.B. eine dazugehörige Animation als Bildschirmschoner/Hintergrundbild wählen.

Ungefähr 30 wissenschaftliche Projekte benutzen BOINC; z.B. Einstein@Home (ungelöste Rätsel der Astrophysik), LHC@home (CERN, Teilschenphysik und mehr), World Community Grid (Medizin, Ökologie und andere philanthropische Forschungen), etc.

Es entstehen keine Kosten, da nur maximal mit der ungenutzten Kapazität ihres Geräts gearbeitet wird (einstellbar), gleichzeitig leisten Sie einen wertvollen Beitrag für die Wissenschaft! Und wer weiß, vielleicht entdecken Sie einen neuen Stern!!

Am besten gleich das Programm hier herunterladen und los…

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Dear friends,

AVAAZ in Brussels

by Avaaz global campaign network

I am writing from the heart of the storm, just metres away from where President Zelensky is meeting with Europe’s top leaders.

Last week — still reeling from what had unfolded in the Oval Office and terrified by the thought that Ukraine and all of Europe might be left to stand alone — someone in the Avaaz team looked up and simply said: “We have to show up.“

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Winzling mit Potenzial – Waldbirkenmaus ist Schirmart für gefährdete Artenvielfalt

Waldbirkenmaus_(c)_Richard-Kraft

Der Bund Naturschutz berichtet:
Ein neues Artenschutzprojekt des Bund Naturschutz (BN) will die Waldbirkenmaus-Lebensräume und deren Vernetzung am Grünen Band im Bayerischen Wald verbessern. Dies kommt einer Vielzahl anderer hochgradig gefährdeter Arten wie Hochmoor-Laufkäfer und Randring-Perlmuttfalter zugute.

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Weichen stellen für eine handlungsfähige Zukunft

Wahl 2025

Germanwatch-Impulse zur Bundestagswahl 2025 von Johannes Heeg, Bereichsleiter

Die Bundestagswahl steht vor der Tür – und sie fällt in eine Zeit der Umbrüche: Die Klimakrise schreitet voran, Sicherheitsbedrohungen nehmen zu, Trump ist zurück im Weißen Haus. Und bei uns in Deutschland bröckeln Straßen, Brücken und Schulen, während die Wirtschaft in der Krise steckt. Diese Entwicklungen sind bedrückend – und doch sind wir bei Germanwatch überzeugt davon, dass wir ihnen nicht hilflos ausgeliefert sind. Wir können und müssen ihnen aktiv begegnen – das wird die Hauptaufgabe der nächsten Bundesregierung sein. 

Die gute Nachricht: Es gibt sie, die Instrumente, die Deutschland wieder handlungsfähig machen! Die Investitionen, die strukturelle Schulden abbauen; die Konzepte, die Zukunftschancen schaffen. In diesem Blogbeitrag stellen wir fünf Schwerpunkte von Germanwatch vor – fünf Impulse, wie die nächste Bundesregierung die Weichen für die Zukunft stellen kann. 

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Auerhuhn-Population ist deutlich gestiegen

Nationalparke Bayerischer Wald und Sumava stellen Ergebnisse des Monitorings vor

Buchwald. Deutlich angestiegen ist die Population der Auerhühner im bayerisch-böhmischen Grenzgebirge. Dies zeigen die Ergebnisse des jüngsten genetischen Monitorings, das von den Nationalparkverwaltungen Bayerischer Wald und Šumava im Winter 2022/2023 durchgeführt wurde. Ursula Schuster, Leiterin des Nationalparks Bayerischer Wald, und Pavel Hubený, Direktor der Nationalparkverwaltung Šumava, stellten die Zahlen bei einem gemeinsamen Treffen an der Grenze Buchwald vor. 

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Internationale Fachexkursion zu Moorschutzprojekt im Bayerischen Wald und Šumava

Internationale Exkursion

Im Rahmen des von der EU und dem Bayerischen Naturschutzfonds geförderten Projekts „LIFE for MIRES“ (Leben für Moore) wurden seit 2018 zahlreiche Moor- und Feuchtgebiete im Nationalpark Šumava sowie in den benachbarten bayerischen Gemeinden Haidmühle und Philippsreut erfolgreich renaturiert. Das Projekt, das im Dezember 2024 endet, fördert nicht nur die Artenvielfalt, sondern trägt auch zum Klimaschutz bei.

Bei einer internationalen, zweitägigen Fach-Exkursion mit den Projektverantwortlichen der Nationalparke Šumava und Bayerischer Wald und des BUND Bayern mit dem Kompetenzzentrum Grünes Band, sowie Fachleuten von Behörden und Verbänden aus Tschechien, Deutschland und Österreich konnten am 30. und 31. Oktober ausgewählte Projektflächen und Maßnahmen besichtigt werden. Vertreterinnen und Vertreter der AOPK (tschechisches Amt für Naturschutz) aus dem Riesengebirge und aus Mähren, von Naturschutzbehörden des tschechischen Kreises Pilsen, des bayerischen Landesamtes für Umwelt, der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern sowie von Naturschutz- und Landschaftspflegeverbänden von Oberfranken bis Niederösterreich informierten sich über die umgesetzten Maßnahmen zum Moor- und Artenschutz.

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Solange Plastik aus Erdöl hergestellt wird, geht die globale Plastikmüllverseuchung ungebremst weiter

Müll in der Landschaft

von Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group

Wer die Förderung und Nutzung von Erdöl stoppen möchte, darf am Plastik nicht vorbeischauen. Denn Plastik wird fast immer auf der Basis von Erdöl oder Erdgas hergestellt.

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Niedergang der deutschen Autobauer als Massenhersteller nicht mehr aufzuhalten

ausgedienter VW-Bus

von Andreas Knie vom Herausgeberrat des „Klimareporter

Daimler, BMW und VW haben seit Jahrzehnten alle Signale ignoriert, alle Trends verpasst und wurden dabei von der Bundesregierung immer unterstützt. Sie werden nun zu Manufakturen für hochpreisige Limousinen– wie schon einmal in ihrer Geschichte.

Wir in Deutschland glauben immer noch die Besten zu sein, eigentlich überall. Natürlich im Fußball, aber erst recht im Automobilbau. Das war vielleicht einmal so. Aber Zeiten ändern sich.

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Haibischl