Artikel ursprünglich geschrieben vom BUND Naturschutz für „Rundbrief der Waldbesitzervereinigung Freyung Grafenau“
Die Europäische Wildkatze, eine heimliche und scheue Bewohnerin unserer Wälder, galt in Bayern lange als ausgestorben. Nach jahrzehntelangen Schutzbemühungen kehrt sie langsam wieder in ihre ehemaligen Lebensräume zurück. Auch im Bayerischen Wald konnte sie wieder nachgewiesen werden. Die Art ist aber weiterhin als gefährdet eingestuft und braucht nach wie vor unsere Hilfe. Ihr Lebensraum – strukturreiche Wälder, Waldränder und Wiesen – sind noch immer rar.
Wie bessere Lebensräume für die Wildkatze geschaffen werden können, zeigt der Bund Naturschutz in Bayern e.V. auf eigenen Flächen in Freyung Grafenau. In dem sechsjährigen Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ gestaltet der Verband seit 2022 Wälder wildkatzenfreundlich um. Anke Camphausen, Koordinatorin des Projektes Wildkatzenwälder von morgen, Bund Naturschutz in Bayern e.V.: „Wir schaffen strukturreiche Waldränder, indem wir gezielt Buchten – also kleine, geschwungene Einbuchtungen des Waldrandes, die in den Wald hineinreichen– anlegen und dort Sträucher und Wildobst pflanzen. Wir legen große Totholzhaufen an, sogenannte Wildkatzenburgen, die einen Ausgleich für (noch) fehlende Versteckmöglichkeiten schaffen. Monokulturen wandeln wir in stabile, artenreiche Laubmischwälder um.“
