Vergesslichkeit oder halt: dumm gelaufen

Obacht, die folgende Geschichte ist abgeschrieben aus dem Buch „Heiteres aus einem Landarztleben“ von H. Schiefer. Aber sie beschreibt recht lustig ein saudummes, aber auch schmerzhaftes Erlebnis, wie es jedem schon mal passiert sein kann:

„Ein Arbeiter mittleren Alters kam humpelnd zu mir. Der eine Fuß war eingewickelt und steckte in einem übergroßen Pantoffel. Vorsichtig entfernte er selbst seinen Verband und zeigte auf seine dick geschwollene und blau verfärbte große Zehe. Auf meine Frage, was denn da passiert sei, erklärte er mir sein Missgeschick während der vergangenen Nacht:

„Gell, Dokta, da schaugst! Daß so ebbs gibt! Im Bett brich i mir mein Zehan. Woaßt, des untane Brettl vo meina Bettstatt hot a groß Astloch und do spui i mi mit mein Zehan oiwei. Gestan aba bin i z’schnei eingschlafa und wia i mi bei der Nacht umdraht hob, hats scho kracht a.“

Seine Diagnose war goldrichtig. Der gebrochene Zeh erforderte einen Gipsverband für drei Wochen.“

Uns geht’s heute oft auch um materielle Schäden, die halt passieren, oft aus eigenem Verschulden. Schön ist, wenn man trotzdem drüber lachen kann (irgendwann mal).

Das Büchlein habe ich aus unserer Bücherei gerettet.  Sie wird jetzt leider aufgelöst. Das ist mehr als schade, aber auch ich hab sie vorher nie besucht. Nur diese Woche zwingt mich ein „Heimatschuss“ ähnlich dem oberen Vorfall, die Couch zu hüten.

Stundenlang Computern, Fernsehschauen und halt Lesen. Aber das Lesen macht jetzt den besten Zeitvertreib, merke ich.

 

Wie im wilden Westen

Heute, kurz vor Sonnenaufgang, rannte plötzlich ein großes schwarzes Tier über unsere Wiese. Erst dachte ich an einen Hirschen, aber nein, ein Pferd! Ihm folgen weitere, so dass wir eine Herde von rund 10 Tieren auf unserem Rasen hatten. Ich fand, das war ein geradezu majestätischer Anblick. Die Tiere liefen mal nach da, mal nach dort, standen einige Zeit dicht zusammengedrängt zusammen, und verließen uns dann.

Das fanden nicht alle Grundstückbesitzer gut. Der Eigentümer, dem die Pferde weggelaufen waren, hat Beschwerden bekommen.

 

 

Haibischl Reloaded

neues Leben

 

„Das ist sehr schade, dass Sie aufgeben. Aber auch verständlich…. Ich habe mich immer gerne über die kritisch und differenziert betrachteten Aktivitäten bzw. Passivitäten in der Gemeinde informiert.“

Aber wir sind wieder da, nachdem wir einige Tage tot waren. Hier sieht man noch den Grabstein:

Der Grabstein

„Ich bin schlicht schockiert und total überrascht, hatte eine solche Entwicklung nicht annähernd erwartet, mir kam das Projekt immer mehr gefestigt und akzeptiert vor, trotz und gerade wegen einiger Querulanten.
Eine „kurze Unterbrechung“, wie sie früher oft mal im Fernsehen vorkam, akzeptiere ich, mehr nicht. Da hast vor allem du schon zu viel investiert, etliche Leute begeistert, eine Stammleserschaft generiert usw., es muß eine andere Lösung geben!“

Tja, … man sollte sich in der Tat nicht entmutigen lassen. Besonders dann, wenn man von vielen Stellen angesprochen und angeschrieben wird, die ihr Bedauern über den Tod des Haibischl ausdrücken und sich wünschen, dass es wieder kommt.

Wie sagte schon Epiktet:

„Wenn es dir klar geworden ist, dass du etwas tun musst, und du tust es dann, dann scheue dich niemals, dabei gesehen zu werden, auch wenn die große Menge deine Handlungsweise seltsam finden sollte.
Denn wenn es unrecht ist, was du tust, dann führe die Sache überhaupt nicht aus; handelst du aber recht, was fürchtest du dich vor denen, die dich mit Unrecht schelten?

„Gerade habe ich im Internet festgestellt, dass es die Haibischl Webseite nicht mehr gibt. Das bedauern wir sehr. Wurden dort doch interessante und informative Beiträge gebracht, z.B. über die Leopoldsreuter Festspiele mit vielen hübschen Bildern, die Aktivitäten mit unsren syrischen Mitbürgern, Natur und Kultur, Veranstaltungskalender und vieles mehr. Dass es offensichtlich in unserer Gemeindeverwaltung (?) Stimmen dagegen gibt, anstatt froh über (wohlwollende) Kritik und Anregungen zu sein, ist ganz besonders bedauerlich.“

Wir machen also weiter. Und bleiben bei unseren Grundsätzen.

„Rage, rage against the dying of the light.“

Das Haibischl soll eine Stimme der Vernunft und eine Stimme für die Zukunft und Schönheit unserer Gemeinde sein.

Foto: JanPix, Pixabay

 

 

 

Info: Ein guter Tag in der Gemeinde

Ohne Bilder, ohne Namen: Heute war u.a.

– das Picknick-Treffen des Bund Naturschutz  in Haidmühle

– die Wiedereröffnung vom Märchenwald-Spielplatz in Bischofsreut

– ein Testspiel SG Altreichenau-Bischofsreut gegen starken Gegner

Muß sagen, mir hat alles insgesamt gut gefallen, hat sicher auch am aushaltenden Wetter gelegen.. und an den Aktiven aller oben genannten Disziplinen!

Der BN hat wie auch schon die letzten Jahre zu einem Picknick auf eigenen Flächen in der Nähe des Haidmühler Grenzübergangs geladen, mit Rundumversorgung, schöner Musik und kostenlosen Führungen durch einen absoluten Fachmann zu den Aktionen vor Ort . Es kamen unzählige (auch zufällige) Radfahrer vorbei,  wir haben Menschen aus sieben (!) Nationen gezählt, es war launig, stimmungsvoll und sehr informativ!

Im Bischofsreuter Märchenwald hat ja bekanntlich eine von den hiesigen Vereinen durchgeführte Erneuerungsaktion der Spielgeräte stattgefunden, die wurde heute gefeiert. Ebenso Vollversorgung, gute Musik und allesamt gute Laune, viele Kinder haben die Geräte lautstark genutzt und haben es den Erwachsenen damit kurzweilig gemacht.

Die Fußballer der SG Altreichenau-Bischofsreut haben letztmals getestet und in einem intensiven Vorbereitungsspiel gegen einen gleichwertigen Gegner ihre aussichtsreiche Form bestätigt, was will man mehr!

Heute war der ganze Langreuter Wald zugeparkt, habe ich so noch nicht gesehen! Auch waren die Parkflächen  am Haidmühler Grenzübergang intensiv genutzt.

Bei uns rührt sich also noch gut was, wenn die Umstände passen.

 

 

Wirklich gut essen

essen h

Was bedeutet es, wirklich gut zu essen? Für die einen heißt das Knödel mit Schweinsbraten – und das kann wunderbar schmecken, wenn man das Gericht vom Gastwirt so zubereitet bekommt wie zu Hause: frische, selbst gemachte Reiberknödel und einen lange im Ofen geschmorten butterweichen Braten mit knuspriger Kruste. (Hmmmm!)  „Wirklich gut essen“ weiterlesen

HaiBischL, so geht’s halt!!

Hallo, der letzte persönliche Artikel vom Uwe ist mir wieder mal ein Ansporn, bei diesem tollen, schönen Blog aktiv weiter zu tun, er ist es allemal wert!!

Was soll eigentlich Haibischl bedeuten? Es gibt zwar den gezielt gewählten Bezug zum tief niederbayerischen Wort für „Heubüschel“, aber was will man damit? Halt eine Eselsbrücke schaffen, gerade für unsere hiesigen Einwohner!

Der streng regional begrenzte Blog steht eisern für HAIdmühle, BISCHofsreut – und halt das L!!

Was soll das L.. bedeuten?

Könnte gerne Leopoldsreut lauten, das ist jetzt super aktuell. Aber geplant war das nicht!

Eher sowas wie Linux-Freunde, oder alles +-andere:: Letschn, Lautmaler, Loser, Löffel, egal..

Mir persönlich ist die chinesische Variante am liebsten:

HAIdmühleBISCHofsLeut!

Das sind wir alle.

Martl

Bei uns gibt es ihn noch: den Schuster!

Schuster Riedl

… So sollte der Artikel über den Schuster in Theresienreut beginnen.
Ich war in den letzten paar Wochen einige Male bei ihm wegen Schuh- und anderer Reparaturen. Nachdem er mir mitteilte, dass Franz_Riedlder Auftragseingang immer mehr abnähme, wollte ich ihn zumindest über einen Artikel im Haibischl unterstützen und seine Arbeit bekannter machen. Wegen eines Computerproblems musste ich die Veröffentlichung um eine gute Woche verschieben und jetzt diese Nachricht: Franz Riedl ist verstorben! Falls nicht noch jemand seine Werkstatt übernimmt, ist mit ihm auch eine Institution der Kreislaufwirtschaft gestorben. Schade um ihn, schade um die Werkstatt!
FK

Aktueller Anlass: der Christvogel

Fichtenkreuzschnabel Verkehrsopfer

Wer kennt die Fabel vom kleinen Vogel, der verzweifelt versucht hat, den ans Kreuz genagelten Jesus zu befreien? Dabei hat sich sein Schnabel verbogen, und er hat es nicht geschafft. Zum Dank aber für diesen hingebungsvollen Versuch hat der Herrgott ihm geheißen, dass er niemals Hunger leiden solle, und darum hat er die einzigartige Fähigkeit erlangt, die Sommer wie Winter verfügbaren Fichtenzapfen zu knacken, um immer an die Samen zu kommen. „Aktueller Anlass: der Christvogel“ weiterlesen