Zwergerl-Kino in Haidmühle

Wenn man als Sprachpate tätig ist, macht man sich von Zeit zu Zeit Gedanken, was man noch alles zur Sprachförderung ausländischer Kinder beitragen könnte. So entstand die Idee einmal pro Woche an einem Nachmittag Märchenfilme vorzuführen, alle nicht länger als eine Stunde.
Gedacht für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren sind auch jüngere Kinder und Jugendliche willkommen. Vorgeführt werden überwiegend die von ARD neu verfilmten Märchen der Gebrüder Grimm und Andersen. Auch einige ältere Märchenfilme sind geplant.
Eine Idee kann meist nur dann umgesetzt werden, wenn mehrere zur Realisierung beitragen. So hat unsere Sozialarbeiterin, Inge Krüger ihren für diesen Zweck ausgezeichnet geeigneten Party-Keller zur Verfügung gestellt, bestuhlt für ca. 30 Personen sowie einigen, von den jüngeren Kindern besonders heiß begehrten Kinderstühlen. Sie sorgt auch dafür, dass ein entsprechender Aushang in arabischer Sprache auf die Vorführung hinweist. Steffi Simon, Lehrerin an unserer Grundschule, kündigt die Filme in der Schule an und gestaltet entsprechende Aushänge. Jusif Zakaria und vertretungsweise Nisreen Allahham, Leiterin des arabischen Kochkurses, stehen als Dolmetscher bereit: Vor Filmbeginn wird nämlich eine 3 bis 4 minütige arabische Einführung in den Film gegeben, wobei aber das (meist gute) Ende des Filmes nicht verraten wird.
Unser Mini Kino besteht aus einer anderthalb Meter breiten Leinwand und einem LED Projektor mit zusätzlichem Lautsprecher.

Bisher wurden die Filme „Hänsel und Gretel“, „Frau Holle“, der „Froschkönig“, „Schneewittchen“ und „Das tapfere Schneiderlein“ gezeigt, alle gut besucht und begeistert aufgenommen. Deutsche Kinder waren bislang nicht dabei, da sie vermutlich die meisten Filme schon kennen. Über 40 weitere Filme werden noch folgen.
Beginn jeden Dienstag um 16:30 im Party-Keller, Max Pangerlstr. 42, Dauer eine Stunde. Willkommen ist jeder!

Rainer Köhne

Bürgerversammlung – passiv leiden oder aktiv Zukunft gestalten

Während der Bürgerversammlung in Haidmühle habe ich einen Vorschlag zur aktiven Zukunftsgestaltung bezüglich Flüchtlingen/Asylbewerbern in Haidmühle gemacht. Nachdem es teilweise doch recht chaotisch zuging, möchte ich hier mein Gedankenmodell nochmals darlegen:
Der Flüchtlingszustrom wird prinzipiell nicht wesentlich geringer werden, trotz gegenteiliger Gerüchte und populistischer Aussagen einiger Politiker. Jeder der sich etwas mit der weltpolitischen Lage beschäftigt ist sich dieser Tatsache bewusst. Natürlich tragen wir für dieses Flüchtlingsphänomen einen gehörigen Anteil an Verantwortung aber das ist eine andere Geschichte, vielleicht für einen anderen Artikel.
Wie vielerorts bereits geschehen, kann auch von heute auf morgen die Gemeinde informiert werden, dass ein privater Investor ein leer stehendes Gebäude erworben hat und dort je nach Größe 100, 200 oder mehr Asylbewerber unterbringt. Dies ist mittlerweile zu einem hoch interessanten Geschäftsmodell geworden mit zweistelligen Renditen (Ich weiß zum Beispiel von einem Investor der ein leer stehendes Sporthotel in Niederbayern erworben und mit ca. 100 Asylbewerbern belegt hat. Er spricht davon, dass er mit dem Tagesgeld, das er von unserer Regierung für die Asylbewerber bekommt das Hotel in ca. eineinhalb bis zwei Jahren bezahlt hat, das beste Geschäft seines Lebens! Die Aufwendungen für Betreuung versucht er dabei so weit wie möglich zu minimieren, eventuelle Probleme werden auf die Kommune abgeschoben).
Die Gemeinde könnte natürlich Mut fassen, aktiv werden und die Zukunft im Sinne der Bürger gestalten. Ähnlich wie in Freyung die Klinik am Geyersberg vom Landkreis erworben wurde, könnte unsere Kommune auch ein geeignetes Gebäude erwerben.
Allerdings würde ich noch einen Schritt weiter gehen und diesen Erwerb als Bürger-Projekt vermarkten. D.h. unsere Bürger würden die Möglichkeit bekommen Anteile an diesem Projekt käuflich zu erwerben mit einer Renditeerwartung von 5, 10 oder x % (das sind momentan aus der Luft gegriffene Zahlen, eine gründliche Kalkulation wäre zur Festsetzung des tatsächlichen jährlichen Zinssatzes essenziell).
Das Risiko, dass der Flüchtlings-/Asylbewerberstrom plötzlich auf Null geht dürfte eher gering sein genauso wie das Risiko, dass die staatlichen Mittel für die Unterbringung wesentlich gesenkt werden.

Vorteile dieser aktiven Zukunftspolitik wären:
+ Abwehr eines rein auf Profit ausgehenden privaten Investors
+ die Gemeinde behält die Kontrolle über das Projekt
+ die Flüchtlinge/Asylbewerber können menschenwürdig betreut werden
+ die Bevölkerung wird eingebunden und die Akzeptanz wesentlich gesteigert
+ Arbeitsplätze werden geschaffen
+ die Einnahmen aus dem Projekt gehen an die Bürger die sich daran beteiligt haben bzw. an die Gemeinde

Die Weichenstellung (?)

Der 25. September 2015 markiert eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft unseres Planeten. Bei dem bisher größten Gipfeltreffen aller Zeiten haben die Vereinten Nationen im 70. Jahr ihres Bestehens die bisher anspruchsvollste Agenda für eine global nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Insider sprechen von einem in Unfall in der Art und Weise wie es zu dieser Agenda kam. Die üblichen Verhinderer hatten anscheinend ihren Unterhändlern keine klaren Obstruktions-Richtlinien mitgegeben in der Erwartung, dass dies die anderen schon machen würden. Als Ergebnis kam es zu dieser Agenda die in wesentlichen Teilen weit über alles hinausgeht was selbst die größten Optimisten zu hoffen gewagt hatten!
Kernstück dieser „Agenda 2030“ sind 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die innerhalb der nächsten 15 Jahre von allen Staaten erreicht werden sollten. Es geht dabei um nicht weniger als um die vollständige Abschaffung des Hungers und der extremen Armut, aber auch um den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen und die Verringerung der Ungleichheit in und zwischen den Ländern.

Diese Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, kurz „SDGs“ (Sustainable Development Goals) genannt, sind nicht nur erheblich ambitionierter als die bisherigen „Millennium-Entwicklungsziele“ (MDGs), die sie ab 2016 ablösen werden, sondern sie nehmen auch die wohlhabenden Staaten in die Pflicht. Die MDGs hatten sich in erster Linie auf die Entwicklungsländer konzentriert. Nun aber sind auch die Industrieländer ausdrücklich herausgefordert, von nicht-nachhaltigen Konsum- und Produktionsweisen abzurücken und der Vertiefung der sozialen Kluft entgegenzuwirken. Auch Deutschland erweist sich damit als Entwicklungsland mit erheblichem Korrekturbedarf in Sachen Nachhaltigkeit.

Die Aufgaben, vor denen die Weltgemeinschaft steht, können nur im Rahmen grenzüberschreitender Kooperation und im Bewusstsein globaler Partnerschaft bewältigt werden. Die Eindämmung des Klimawandels, der Schutz der Ozeane, die Bekämpfung von Epidemien oder des Terrorismus, wie auch die Stabilisierung der Finanzsysteme sind auf die Bereitschaft und Fähigkeit der Staaten, sich auf gemeinsame und solidarische Lösungen einzulassen, angewiesen.

Als nächster Schritt müssen diese globalen Ziele jetzt in Ziele für Nationen, Regionen, Kommunen und jeden einzelnen herunter gebrochen werden. Zum Beispiel Bildung betreffend:
Ohne Bildung kann die Umsetzung eines solchen weitreichenden Aktionsprogramms nicht gelingen. Schulen und Bildungsstätten sind aufgefordert, die Inhalte der globalen Entwicklungsziele zu vermitteln, Gestaltungskompetenzen für eine nachhaltige Entwicklung zu stärken und das Nachdenken darüber anzuregen, welchen konkreten Beitrag jede/r Einzelne zur Umsetzung der SDGs in und durch Deutschland leisten kann. Darüber hinaus aber müssen Lernorte auch zu Orten des gesellschaftlichen Wandels werden und erfahrbar machen, dass und wie die Transformation in eine zukunftsfähige, weltoffene und faire Gesellschaft gelingen kann.

Kochen und mehr… Deutsch-Tschechisch

„Umweltfreundliche Gastronomie“ so nennt sich das Projekt bei dem Schüler der gastronomisch orientierten Schulen der Sekundärstufe in der Pilsner Region und im Landkreis Regensburg überzeugt werden, dass modernes Kochen erstaunlich spannend sein kann.
Als Ergebnis dieser Aktion entstand ein Kochbuch der besonderen Art: „Wir Kochen, Reisen und Leben, umweltfreundlich aber fein“.
Unter folgender Adresse kann diese empfehlenswerte Publikation in deutsch heruntergeladen werden: http://www.varimedobre.eu/de/

Interkultureller Workshop

14.10.2015, Baierwaldstube, Haidmühle

Vorurteile-Klischees-kulturelle Besonderheiten

Wie verhält sich der typisch Deutsche und wie der typische Ausländer?
Können „Vorurteile“ berechtigt und hilfreich sein? Wie können wir damit umgehen?

Auf spielerische/interaktive Weise wollen wir unterschiedliche Denk- und Verhaltensmuster herausarbeiten und uns bewusst machen.

Wenig Theorie und viele praktische Übungen werden diesen Abend zu einem kurzweiligen, informativen Ereignis machen das Ihnen ganz persönlich den Umgang mit anderen Kulturen erleichtern wird.

mmmhhhh … ein Genuß der anderen Art …

arabisch kochen
arabisch kochen
arabisch kochen
arabisch kochen
arabisch kochen
arabisch kochen
arabisch kochen
arabisch kochen

„Arabisch kochen“ ein Kochkurs der VHS.

Kursleiterin: Frau Nisreen Abo Khamis aus Haidmühle

Wie schon beim ersten Kochabend des VHS-Kurses „Arabisch kochen“ ( die PNP berichtete) waren die elf Teilnehmer auch an zwei Folgeabenden mit Eifer bei der Sache. Es wurde gemäß der Anleitung der Kursleiterin Nisreen Abo Khamis gerührt, geschnippelt, geraspelt und geröstet. Fremde Gewürze wie die „arabische 7-Gewürze- Mischung“, Sumach oder Granatapfelsirup wurden gekostet, Erfahrungen damit ausgetauscht.
Sobald sich die appetitanregenden Düfte der Speisen in der Schulküche verteilten, deckten die Kursteilnehmer den Tisch im Nebenraum. Gemeinsam speiste man an der langen Tafel und lobte die wohlschmeckenden Gerichte.

Steffi Simon

Vergesslichkeit oder halt: dumm gelaufen

Obacht, die folgende Geschichte ist abgeschrieben aus dem Buch „Heiteres aus einem Landarztleben“ von H. Schiefer. Aber sie beschreibt recht lustig ein saudummes, aber auch schmerzhaftes Erlebnis, wie es jedem schon mal passiert sein kann:

„Ein Arbeiter mittleren Alters kam humpelnd zu mir. Der eine Fuß war eingewickelt und steckte in einem übergroßen Pantoffel. Vorsichtig entfernte er selbst seinen Verband und zeigte auf seine dick geschwollene und blau verfärbte große Zehe. Auf meine Frage, was denn da passiert sei, erklärte er mir sein Missgeschick während der vergangenen Nacht:

„Gell, Dokta, da schaugst! Daß so ebbs gibt! Im Bett brich i mir mein Zehan. Woaßt, des untane Brettl vo meina Bettstatt hot a groß Astloch und do spui i mi mit mein Zehan oiwei. Gestan aba bin i z’schnei eingschlafa und wia i mi bei der Nacht umdraht hob, hats scho kracht a.“

Seine Diagnose war goldrichtig. Der gebrochene Zeh erforderte einen Gipsverband für drei Wochen.“

Uns geht’s heute oft auch um materielle Schäden, die halt passieren, oft aus eigenem Verschulden. Schön ist, wenn man trotzdem drüber lachen kann (irgendwann mal).

Das Büchlein habe ich aus unserer Bücherei gerettet.  Sie wird jetzt leider aufgelöst. Das ist mehr als schade, aber auch ich hab sie vorher nie besucht. Nur diese Woche zwingt mich ein „Heimatschuss“ ähnlich dem oberen Vorfall, die Couch zu hüten.

Stundenlang Computern, Fernsehschauen und halt Lesen. Aber das Lesen macht jetzt den besten Zeitvertreib, merke ich.

 

Wie im wilden Westen

Heute, kurz vor Sonnenaufgang, rannte plötzlich ein großes schwarzes Tier über unsere Wiese. Erst dachte ich an einen Hirschen, aber nein, ein Pferd! Ihm folgen weitere, so dass wir eine Herde von rund 10 Tieren auf unserem Rasen hatten. Ich fand, das war ein geradezu majestätischer Anblick. Die Tiere liefen mal nach da, mal nach dort, standen einige Zeit dicht zusammengedrängt zusammen, und verließen uns dann.

Das fanden nicht alle Grundstückbesitzer gut. Der Eigentümer, dem die Pferde weggelaufen waren, hat Beschwerden bekommen.

 

 

Topinambur

Topinambur ist eine tolle Pflanze mit vielen Vorteilen, die sich auch in unserem rauen Klima gut anbauen lässt:

  • Sie hat eine stattliche, Topinambur Pflanzegeradlinige Statur, ähnlich der mit ihr verwandten  Sonnenblume, ist aber viel zäher.
  • Je nach Düngung wird sie bis zu 4m hoch – auch bei uns!
  • Einjährig, wächst im Frühjahr aber rasch hoch, kann also auch als Wind- und Sichtschutz genutzt werden.
  • Schöne gelbe Blüten ab September bis zum Winter, wenn also vieles andere schon verblüht ist.
  • Die Bodenfrüchte sind diabetikergeeignete Süßkartoffeln, die können auch roh gegessen werden. Schmecken in Suppen sehr gut, fast wie Kohlrabi. Die Knollen sind häufig, aber halt nur mittelgroß und etwas runzelig. Festkochend.
  • Keine Schädlinge an den Knollen, die üblen Nacktschnecken tun auch nichts am Aufwuchs.
  • sie ist total Topinambur Knolle Fruchtfrostsicher und die Knollen oder Reste davon können im Boden überwintern, treiben immer wieder aus.
  • Winterlagerung nur in Erde, ist aber nicht empfehlenswert. Besser frisch verarbeiten!
  • Das Grüngut ist massig vorhanden, es kann sehr gut an Haustiere verfüttert werden. Hasen fressen es mitsamt dem holzigen Stiel, ist gesund und überfüttert die Tiere nicht. Auch Schafe, Pferde mögens..
  • Deckung für Vögel, Wild. Feldhasen graben im Winter gerne die Knollen aus und suchen Deckung unter den Stengeln, wenn sie noch da sind.
  • Wuchern kann sie bei uns nur, wenn man es aktiv fördert: ich überfräse den Acker im Frühjahr, dann treiben aus den zerhackten Knollen viele neue Pflanzen. Weitere Ausbreitung als Ackerrand gibt’s nicht (Kleine Wurzelballen, aber keine Stränge wie bei Brennesseln!)
  • Wegen des geringen Pflegeaufwands ist das neben den Himbeeren unsere am wirtschaftlichsten nutzbare Gartenpflanze.
  • Ernte: einfach den Stamm rausziehen, die Knollen sind unten am Wurzelteller und gehen so leicht mit aus der Erde!
  • Rezepte finden Sie u.a. hier: http://www.chefkoch.de/rs/s0/“topinambur/Rezepte.html

Abgabe von Früchten oder Setzlingen gerne, wer was braucht, der melde sich !

Siehe auch hier.

Marketing ohne „Blah“ (3) – Gute Texte schreiben

Es ist fast unmöglich, im Marketing auf Sprache zu verzichten. Wer verkaufen will, muss reden, bzw. schreiben. Sprache transportiert Slogans, Inhalte, Empfindungen; sie löst Bilder im Kopf aus und Gefühle, und sie kann uns gründlich blamieren. Wer schlecht formuliert, bewirkt nicht nur viel weniger als er könnte, er bekommt zudem auch schnell den Makel der geringen Bildung.
(Der zweite Teil dieser Serie ist hier.)  „Marketing ohne „Blah“ (3) – Gute Texte schreiben“ weiterlesen

Computer-Bootcamp in Haidmühle

golem.de berichtete von einer neuen Studie, die sich mit den Computerkenntnissen von deutschen Schülern befasst. Hier einige Zitate aus dem Artikel:

„So zeigt sich, dass sozial Benachteiligte, […], in ihrer Freizeit mindestens so viel Zeit am Computer verbringen wie sozial privilegierte Schüler. Doch während Letztere die Internetzeit nutzen, um Nachrichten oder praktische Informationen zu finden, bewegen sich die Unterprivilegierten am Computer stärker in sozialen Netzwerken.“  „Computer-Bootcamp in Haidmühle“ weiterlesen

Haibischl