Das Abschalten der AKW bringt mehr Klimaschutz und verringert die riesigen Atomgefahren

Atomkraft nein danke!

Von Gastautor Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group

Das war eine der ganz großen frohen Botschaften zum Jahreswechsel: Wieder sind drei Atomkraftwerke abgeschaltet worden. Die Atomkraftwerke in Brokdorf (Schleswig-Holstein), Grohnde (Niedersachsen) und Gundremmingen (Bayern) wurden am 31.12.21 abgeschaltet.

Gerade die nördlichen AKW haben, da sie ja kaum flexibel entsprechend der Schwankungen von Wind- und Solarenergie gefahren werden können, insbesondere in windstarken Zeiten die Netze mit Atomstrom gefüllt, was vielfach zu Abschaltungen von Windstrom führte. Die AKW blockierten in vielen Zeiten die Netze für deren Abtransport in den windärmeren Süden. Alleine die Abschaltung dieser drei Kraftwerke wird nun mehr Erneuerbare Energien in die Netze fließen lassen und zudem mehr Netzkapazitäten zur Aufnahme neuer Windstrommengen frei machen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien kann wie von der Ampelkoalition anvisiert, alleine deshalb sogar im Bestandsnetz beschleunigt fortgesetzt werden, womit zusammen mit dem Ausbau der Speicher auch zunehmend fossile Kraftwerke überflüssig werden. So dient die Abschaltung der AKW dem Klimaschutz.

Von den 35 für die kommerzielle Stromerzeugung in Deutschland errichteten Atomkraftwerken sind damit nur noch drei in Betrieb: Isar 2 in der Nähe von Landshut (Bayern), sowie die Reaktoren im Emsland in Niedersachsen und Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg. Auch diese werden Ende 2022 alle abgeschaltet sein und weitere Netzkapazitäten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien frei machen.

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