Gold – Grubenfeld Sulzau bei Schnellenzipf

Historische Karte Bayern-02_7148_N_1963

von Gastautor Elmar Hartl

Gut bekannt sind die Grubenfelder (oder auch als Grübenfelder bekannt), d.h. die Bereiche in denen Bergbau betrieben wurde im Quellbereich der Kalten Moldau. Das größte reicht von dem Goldgrubenbach bis nach Ludwigsreut und zählt damit zu den größten im Bayerischen Wald. Zwischen Schnellenzipf und Langreut gibt es ein weiteres, das bei knapp 700 m Länge und bis zu 100 m Breite sehr gut zu erkennen ist.

Der Wanderweg Nr. 2 durchquert auf der Forststraße gemeinsam mit dem Goldenen Steig das Grubenfeld. Manchem mögen die Hügel rechts und links des Weges aufgefallen sein, doch daran, dass hier Leute nach Gold gruben, hat wohl kaum jemand gedacht. Erst Hermann Kerscher vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege hat diese alten, auffälligen Bergbauspuren am Schreibtisch als Überbleibsel der Goldwäscher erkannt. Dieser entdeckte die Seifenhügel*, als er am Computer mit Hilfe der Bilder der damals ganz neu entwickelten Methode des Airborne Laserscans (ALS) den Goldenen Steig dokumentierte. Das Grubenfeld stellte er erstmals 2011 am 30. Niederbayerischen Archäologentag in Deggendorf der Öffentlichkeit vor. (Heute sind diese ALS-Bilder im BayernAtlas unter dem Stichwort Geländerelief frei zugängig.)

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